Die 360°UX Mobility Conference 2026
findet am 13. Mai im Hochhaus des Süddeutschen Verlags in München statt und
bringt Experten aus dem Mobilitäts- und Technologie-Ökosystem zusammen, um über
die Zukunft der Automotive User Experience zu diskutieren. Designer,
Ingenieure, Strategen und Entscheider aus OEMs, Zulieferunternehmen und
Wissenschaft untersuchen, wie neue Interaktionsparadigmen, SDVs und
intelligente Ökosysteme die Beziehung zwischen Fahrern, Passagieren und
Fahrzeugen verändern.
Von In-Car-Interfaces zu vernetzten Mobilitätsökosystemen
Da sich Fahrzeuge zunehmend zu vernetzten digitalen
Plattformen entwickeln, wird die User Experience zu einem zentralen
Differenzierungsmerkmal für Automobilmarken. Interaktionsmodelle verschieben
sich von rein funktionalen Bedienoberflächen hin zu proaktiven, intelligenten
Systemen, die Nutzerbedürfnisse antizipieren. Sprachinteraktion,
Gestensteuerung, biometrische Sensorik und kontextbasierte Dienste erweitern
die Möglichkeiten der HMI sowohl im Fahrzeug als
auch darüber hinaus.
Die Konferenz richtet den Blick daher nicht nur auf das
In-Car-Interface, sondern auf das gesamte Mobilitätsökosystem. Smart Homes,
vernetzte Geräte und digitale Services werden Teil eines erweiterten
Mobilitätserlebnisses und schaffen eine nahtlose Customer Journey über
zahlreiche Touchpoints hinweg. Vor diesem Hintergrund untersucht das Programm,
wie OEMs und Zulieferer ganzheitliche und skalierbare UX-Architekturen
entwickeln können, die Fahrzeuge mit der digitalen Umgebung ihrer Nutzer
verbinden.
Customer Experience über den gesamten
Fahrzeuglebenszyklus
Der erste Programmteil konzentriert sich auf die Customer
Journey – von der ersten Markeninteraktion über die Fahrzeugübergabe bis zur
Nutzungsphase. Die Auftaktsession wird von Joachim
Langenwalter, CEO von TMT CoPilots und Mitglied des Fachbeirats der Konferenz,
sowie von Audrey Matarage, UX-Expertin und Managementberaterin, moderiert.
Gemeinsam eröffnen sie die Diskussion darüber, wie Automotive-UX-Strategien
alle Phasen des Kundenlebenszyklus adressieren können.
Eine industrielle Perspektive liefert Werner Koestler,
Executive Officer für Europa und Amerika bei der Pioneer Corporation. Auf Basis
jahrzehntelanger Erfahrung in Automotive Electronics und Human-Machine
Interfaces erläutert Koestler, wie sich Infotainmentplattformen und
Interaktionstechnologien im SDV-Zeitalter weiterentwickeln.
Alle Fakten zur 360°UX Mobility Conference 2026 auf einen Blick
Was ist die 360°UX Mobility Conference?
Die 360°UX Mobility Conference ist eine Fachveranstaltung rund um Automotive
User Experience, smarte Mobilitätsökosysteme und aktuelle HMI-Entwicklungen.
Wann findet die Veranstaltung statt?
13. Mai 2026.
Wo findet die Konferenz statt?
Hochhaus Süddeutscher Verlag, München.
Für wen ist die Konferenz gedacht?
Für UX-Designer, Ingenieure, Softwareentwickler, Systemarchitekten,
Produktstrategen und Entscheider aus OEMs, Zulieferunternehmen,
Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen.
Welche Themen stehen im Fokus?
Automotive UX-Design, KI-basierte Interaktion, SDVs, smarte
Mobilitätsökosysteme und bereichsübergreifende Zusammenarbeit.
Warum ist die Konferenz relevant?
Da Fahrzeuge zunehmend softwaredefiniert(er) und vernetzt(er) sind, wird User
Experience zu einem entscheidenden Differenzierungsmerkmal für die Automobilbranche.
Wo erhält man Tickets für die 360°UX Mobility Conference?
Tickets erhalten Sie auf der offiziellen Website der
Veranstaltung.
Die Gestaltung von User Interfaces aus Sicht neuer
Elektrofahrzeugmarken beleuchtet Inae Song, UXUI Lead bei NIO. Mit reichlich
Erfahrung in internationalen Märkten zeigt sie, wie nutzerzentrierte
Designprinzipien die emotionale und funktionale Beziehung zwischen Fahrern und
intelligenten Mobilitätssystemen neu gestalten.
Ergänzt werden diese Industrieperspektiven durch akademische
Beiträge. Wolfgang Henseler, Professor für Digitale
Medien und User Experience an der Hochschule Pforzheim sowie Creative Managing
Director des Designstudios Sensory-Minds, erläutert, wie
kundenzentrierte Ökosysteme und KI-getriebenes Experience Design die
Herangehensweise von Unternehmen an digitale Innovation verändern. Gemeinsam
mit Lutz Fügener, Professor für Advanced Mobility Design an der Hochschule Hof,
analysiert er, wie Design Thinking und Mobility-Design-Methoden die Entwicklung
intuitiver und bedeutungsvoller Mobilitätserlebnisse unterstützen können.
Agentic AI und die nächste Generation der Automotive UX
Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zu einem
zentralen Treiber der nächsten Generation von User Experience. Ein spezieller
Workshop unter der Leitung von Professor Wolfgang Henseler und seinem Team
untersucht, wie Agentic AI
kundenzentriertes Design in smarten Mobilitätsökosystemen unterstützen kann.
Die Teilnehmer arbeiten in kleinen Teams an Designkonzepten für KI-basierte
Interaktionsmodelle, darunter agentenbasierte Fahrzeug-Dashboards,
automatisierte Serviceinteraktionen und sogenannte „Invisible Services“, die
Nutzerbedürfnisse antizipieren, ohne dass eine explizite Eingabe erforderlich
ist.
Der Workshop spiegelt einen breiteren Trend in der
Automobilindustrie wider: Intelligente Systeme sollen künftig nicht nur auf
Nutzerbefehle reagieren, sondern kontextbezogene Dienste aktiv orchestrieren.
Dabei können Daten aus Fahrzeugen, Smartphones, Smart Homes und digitalen
Plattformen kombiniert werden, um personalisierte Erlebnisse über verschiedene
Umgebungen hinweg bereitzustellen.
Smarte Ökosysteme und die wachsende Mobilitätsplattform
Der zweite große Themenblock der Konferenz beschäftigt sich
mit der Integration von Mobilität in umfassendere digitale Ökosysteme. Da
Fahrzeuge zunehmend Teil vernetzter Serviceumgebungen werden, wird die nahtlose
Interaktion zwischen Hardware, Software und cloudbasierten Diensten zu einer
zentralen Designherausforderung.
Betty Yagis, UX/UI Strategy Manager bei Hyundai Connected
Mobility, präsentiert in ihrer Keynote die Rolle der User-Experience-Strategie
beim Aufbau vernetzter Mobilitätsplattformen. Ihr Vortrag zeigt, wie Hyundai
mit Diensten wie der Bluelink-Plattform und dem neuen Elektro-Flaggschiff
Ioniq 9 integrierte digitale Ökosysteme entwickelt. Durch die
Kombination von mobilen Anwendungen, In-Car-Infotainmentsystemen und digitalen
Serviceplattformen soll eine konsistente Nutzererfahrung über sämtliche
Kundenkontaktpunkte hinweg entstehen.
Eine weitere Keynote kommt von Mercedes-Benz. James Liu,
Head of MB.OS Infotainment Platform Experience, erläutert, wie KI das
Nutzerengagement in der Smart Cabin steigern kann. Sein Vortrag „Spinning the
Customer Flywheel with AI“ zeigt, wie Mercedes-Benz Kundeninteraktionen
mithilfe intelligenter Infotainmentsysteme, KI-gestützter Designprozesse und
des Mercedes Virtual Assistant misst und stärkt.
Da Fahrzeuge zunehmend zu digitalen Produkten werden, können
kontinuierliche Serviceupdates, Softwarefunktionen und datenbasierte
Interaktionsmodelle langfristige Kundenbeziehungen schaffen, die weit über den
ursprünglichen Fahrzeugkauf hinausgehen. Gleichzeitig
wirft die wachsende Bedeutung vernetzter Services Fragen zu Transparenz,
Preisgestaltung und langfristigem Kundennutzen auf.
Cross-Domain-Zusammenarbeit
Der finale Teil der Konferenz konzentriert sich auf
bereichsübergreifende Zusammenarbeit innerhalb von Automobilorganisationen. Da
Fahrzeuge Softwareplattformen, digitale Services und vernetzte Ökosysteme
integrieren, erfordert das Design der User Experience eine engere Kooperation
zwischen traditionell getrennten Entwicklungsbereichen.
Wolfgang Bremer, Design Executive für globale Start-ups,
bringt eine branchenübergreifende Perspektive in diese Diskussion ein. Er hat
internationale Designteams geleitet und an Produkten gearbeitet, die von mehr
als einhundert Millionen Nutzern in über 190 Ländern verwendet werden. Seine
Arbeit verbindet Produktstrategie, unternehmerisches Denken und
nutzerzentriertes Design, um intuitive und skalierbare digitale Erlebnisse zu
schaffen. Auf der Konferenz zeigt Bremer, wie Design Leadership,
Produktstrategie und nutzerzentrierte Innovation in modernen
Technologieökosystemen zusammenwirken.
Weitere Perspektiven liefern unter anderem Sprecher wie
Vishnu Sundaram von Gentherm, der bereichsübergreifende Engineering-Ansätze in
automobilen Systemen untersucht. Zusammen verdeutlichen diese Beiträge, wie
stark UX-Design künftig auf die Zusammenarbeit zwischen Softwareingenieuren,
Hardwareentwicklern, Data Scientists und Designteams angewiesen ist.
Dialog, Networking und Branchenaustausch
Paneldiskussionen, Workshops und Networking-Sessions bieten
den Teilnehmern der 360°UX Mobility Conference zahlreiche Gelegenheiten,
Designstrategien, technologische Herausforderungen und neue Trends der
Automotive User Experience zu diskutieren.
Eine begleitende Fachausstellung ermöglicht
Technologieanbietern und Industriepartnern, ihre Lösungen in einem Umfeld zu
präsentieren, das gezielt auf den direkten Austausch mit Entscheidern und
Spezialisten aus dem Automotive-Ökosystem ausgerichtet ist. Integrierte
Networking-Pausen und ein gemeinsames Abendprogramm fördern zusätzlich den
informellen Austausch und die Zusammenarbeit.
Durch die Zusammenführung von Experten aus Design,
Engineering, Softwareentwicklung und Mobilitätsstrategie bietet die 360°UX
Mobility Conference eine ideale Gelegenheit, um zu erkunden, wie ganzheitliche
und kundenzentrierte Nutzererlebnisse die nächste Generation der Mobilität
prägen werden.