Audi intensiviert hybrides Arbeiten

Audi-Mitarbeitende können gemeinsam mit ihrer Führungskraft individuell festlegen, an welchen Tagen sie ins Büro kommen und wann sie mobil arbeiten. (Bild: Audi)

Viele Unternehmen verankern das in Zeiten von Corona liebgewonnene, mobile Arbeiten immer mehr in ihre Firmenstruktur – so auch Audi. An den Standorten des Automobilherstellers in Ingolstadt und Neckarsulm tritt ab dem ersten Oktober dieses Jahres eine Betriebsvereinbarung mit dem Titel "Hybrides Arbeiten" in Kraft. Diese gilt als Weiterentwicklung einer seit bereits 2016 bestehenden Vereinbarung, die das mobile Arbeiten thematisierte. Aufgrund positiver Erfahrungen mit flexibleren Arbeitsmodellen, habe sich der OEM dazu entschieden, eine weitere Betriebsvereinbarung zu diesem Thema auszuarbeiten.

Die neue Betriebsvereinbarung ist für uns ein konsequenter Schritt auf unserem Weg hin zu einer hybriden Arbeitswelt. Sie ist zugleich Ausdruck einer Unternehmenskultur, die von Eigenverantwortung und Vertrauen geprägt ist und die wir auch in Zukunft konsequent fördern“, sagt Xavier Ros, Vorstand für Personal und Organisation bei Audi.

Für eine optimale Vereinbarkeit von Präsenzarbeit und mobiler Tätigkeit dürfen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihren Arbeitsort gemäß der neuen Betriebsvereinbarung stets selbstständig wählen. Eine Vorgabe von Präsenztagen gibt es dabei nicht. Lediglich eine Vereinbarkeit der zu bearbeitenden Aufgaben mit dem Homeoffice und eine Absprache mit der jeweiligen Führungskraft müssen gegeben sein. Insgesamt sollen diese Maßnahmen den Beschäftigten ermöglichen, ein zur eigenen Lebenssituation passendes Arbeitsmodell zu finden.

Zudem baut der Hersteller an den beiden Standorten das Desk-Sharing aus und sorgt für eine Neugestaltung der Büroflächen sowie eine finanzielle Unterstützung für Mitarbeitende zum ergonomischen, mobilen Arbeiten. Sukzessive entstehen in den kommenden Jahren neue Arbeitsumgebungen einschließlich moderner Kreativräume, Besprechungsräume, Projektecken, Lounges oder Meetingbereiche für Kommunikation, Vernetzung und Zusammenarbeit.

Mehr Eigenverantwortung soll Motivation und Zugehörigkeit stärken

Die positiven Auswirkungen eines flexibleren Arbeitsmodells habe Audi gemeinsam mit der Universität St. Gallen wissenschaftlich untersucht und dafür im Rahmen einer Studie mehr als 1.500 Mitarbeitende aus über 100 Abteilungen befragt. Die Daten dieser Studie hätten ergeben, dass Teams, die gemeinsame Vereinbarungen ausarbeiten, ein klareres Verständnis über die hybride Zusammenarbeit entwickeln. Infolgedessen sei auch das gegenseitige Vertrauen ausgeprägter. „Zugehörigkeitsgefühl und Authentizität steigen, zusätzlich konnten wir einen positiven Effekt auf Perspektivenvielfalt und Chancengleichheit messen“, kommentiert Projektleiterin Carina Behrends aus dem Diversity Management bei Audi.

Trotz der hybriden Arbeitsstrukturen bleibe die gemeinsame Arbeit im Büro ein wichtiger Bestandteil für die Unternehmenskultur des Autobauers, um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken und im Austausch innovative Ideen zu entwickeln. Und auch für Mitarbeitende, die aufgrund ihrer Arbeitsaufgabe nicht hybrid arbeiten können, soll die neue Vereinbarung Fortschritte bringen. Unternehmen und Betriebsrat arbeiten derzeit beispielsweise an flexibleren Arbeitsmodellen in der Schicht, neuen Raumkonzepten für einen angenehmeren Aufenthalt, vielfältigeren Angeboten in der Gastronomie und einem leichteren Zugang zur digitalen Welt von Audi.

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