Bündelung von Personal- und Digital-Themen

Britta Seeger übernimmt IT-Ressort im Mercedes-Vorstand

Mercedes-Benz stellt die Konzern-IT organisatorisch neu auf: Personalvorständin Britta Seeger verantwortet künftig auch den IT-Bereich. Die Neuausrichtung soll KI-Kompetenzen stärken und die digitale Transformation enger mit HR verzahnen.

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Britta Seeger verantwortet seit März neben dem HR-Berich auch die Konzern-IT.

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Mercedes-Benz ordnet die Verantwortung für seine Konzern-IT neu: Personalvorständin Britta Seeger übernimmt zusätzlich die Zuständigkeit für den IT-Bereich und entlastet damit künftig Mercedes-Chef Ola Källenius, der das Ressort bislang verantwortete. Zuerst berichtete die Stuttgarter Zeitung über die Personalie.

Wie Mercedes-Benz auf Nachfrage von automotiveIT bestätigte, wurden HR und IT bereits im März 2026 unter dem gemeinsamen Vorstandsressort „People & Enterprise Tech“ gebündelt. Seeger verantwortet damit künftig sowohl die strategische Ausrichtung der Personal- als auch der IT-Themen und ist somit auch die direkte Vorgesetzte von CIO Katrin Lehmann.

„In der digitalen Transformation entscheiden zwei Faktoren über den Erfolg: Menschen und Technologie“, erklärte eine Unternehmenssprecherin gegenüber automotiveIT. Man wolle die Transformation gestalten, indem „Menschen, Technologie, Prozesse und Daten zusammen gedacht“ werden. Neue Technologien würden ihren Wert „erst im Zusammenspiel mit den Menschen“ entfalten.

Fokus auf digitale Kompetenzen und KI

Laut Mercedes-Benz liegt ein Schwerpunkt der neuen Struktur auf dem Ausbau digitaler Kompetenzen innerhalb des Unternehmens – insbesondere im Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Ziel sei die produktive Nutzung neuer Technologien im Arbeitsalltag. „So verbinden wir technologischen Fortschritt mit dem Aufbau neuer Skills, Zusammenarbeit und Leistung“, teilte das Unternehmen weiter mit.

Die organisatorische Neuaufstellung fällt in eine Phase umfassender IT-Transformation bei dem Stuttgarter Autobauer. CIO Katrin Lehmann hatte im vergangenen Jahr eine großangelegte Modernisierung der IT-Landschaft angestoßen. Dazu zählen unter anderem die Ablösung von Legacy-Systemen, eine umfassende SAP-Transformation sowie der weitere Ausbau der Cloud-Infrastruktur bis 2032.

Lehmann setzt auf Vereinfachung und stabile Strukturen

Inhaltlich verfolgt Lehmann eine Strategie mit Fokus auf Standardisierung, Transparenz und stabile IT-Prozesse. Nach ihrem Start als CIO führte sie intern sogenannte „Kehrwochen“ ein, um redundante Systeme und unnötige Komplexität in der IT-Landschaft aufzuspüren.

Zu den zentralen Handlungsfeldern gehören laut Lehmann „Rock-Solid Operations“, radikale Standardisierung sowie stärker integrierte End-to-End-Prozesse über mehrere Fachbereiche hinweg. Gleichzeitig investiert Mercedes-Benz in Technologiefelder wie Digital Twins, Open Source und KI-basierte Assistenzsysteme.

Auch beim Einsatz von KI setzt Lehmann auf einen pragmatischen Ansatz. Entscheidend seien konkrete Mehrwerte für Mitarbeitende und Kunden sowie eine saubere Datenbasis als Grundlage produktiver KI-Anwendungen. In den Werken kommen bereits digitale Assistenten zum Einsatz, die Beschäftigte etwa bei der Fehleranalyse unterstützen.