Deutsch-chinesische Kooperation
Infineon und Lenovo bauen SDV-Computing-Partnerschaft aus
Infineon und Lenovo intensivieren ihre Kooperation zur Unterstützung hochleistungsfähiger Computing-Plattformen für softwaredefinierte Fahrzeuge. Der gemeinsame Ansatz zielt auf autonomes Fahren von Level 2 bis Level 4 ab.
Die Zusammenarbeit zwischen dem bayerischen Tech-Konzern Infineon und seinem chinesischen Partner Lenovo soll hohe Rechenleistung ermöglichen und gleichzeitig strenge Anforderungen an funktionale Sicherheit erfüllen.
Infineon
Infineon Technologies und Lenovo verstärken ihre
Zusammenarbeit, um die Entwicklung hochleistungsfähiger
Computing-Plattformen für autonome und softwaredefinierte Fahrzeuge zu
beschleunigen. Wie beide Unternehmen bekannt gaben, werden Lenovos
Domain-Controller für autonomes Fahren, AD1 und AH1, auf der
AURIX-Mikrocontrollerfamilie von Infineon basieren. Die gemeinsame Lösung soll eine
skalierbare Basis für Fahrzeugarchitekturen vom teilautomatisierten Fahren bis
zum hochautomatisierten Betrieb bieten.
Kombination aus Plattformen und Mikrocontrollern
Durch die Kombination von Lenovos
Fahrzeug-Computing-Plattformen mit den sicherheitsorientierten Mikrocontrollern
von Infineon adressiert die Kooperation eine der zentralen Herausforderungen
softwaredefinierter Fahrzeuge: hohe Rechenleistung bereitzustellen und
gleichzeitig strenge Anforderungen an funktionale Sicherheit und
Zuverlässigkeit zu erfüllen.
Thomas Böhm, Senior Vice President und Head of Automotive
Microcontroller Business Line bei Infineon, unterstreicht die strategische
Bedeutung der Partnerschaft: „Durch die enge Zusammenarbeit mit Partnern wie
Lenovo verbinden wir robuste, sicherheitskritische Rechenleistung mit
skalierbaren Softwarearchitekturen. So ermöglichen wir OEMs, ihre
SDV-Strategien schneller umzusetzen und intelligente Mobilität voranzutreiben.“
Fokus auf skalierbares Fahrzeug-Computing
Lenovo sieht in der Zusammenarbeit einen zentralen
Bestandteil seiner Vehicle-Computing-Strategie: Die Domain-Controller AD1 und
AH1 sind als zentrale Recheneinheiten künftiger Fahrzeugarchitekturen
konzipiert und unterstützen KI-basierte Funktionen sowie zunehmend komplexe
Software-Stacks.
Tang Xinyue, Vice President der Lenovo Group und Head of
Lenovo Vehicle Computing, betont den langfristigen Charakter der Kooperation: „Die
führenden Halbleiterlösungen von Infineon bieten eine solide und zuverlässige
Grundlage für unsere Computing-Plattformen. Aufbauend auf jahrelanger
vertrauensvoller Zusammenarbeit und starken Synergien sind wir entschlossen,
die Integration von KI in reale Fahrszenarien weiter zu vertiefen.“
Kooperation soll weiter ausgedehnt werden
Infineon und Lenovo planen, ihre Zusammenarbeit auf das
gesamte Automotive-Ökosystem auszuweiten. Dazu zählen eine engere Kooperation
mit Systemintegratoren, Softwareanbietern und Tool-Herstellern, um
Entwicklungszyklen zu verkürzen und die Flexibilität für OEMs zu erhöhen. Beide
Unternehmen sehen ihre gemeinsame Plattform als Enabler für einen schnelleren
Übergang zu softwaredefinierten Fahrzeugarchitekturen – durch die Kombination
aus leistungsfähiger Hardware und intelligenter Softwareintegration.
Dieser Artikel erschien zuerst auf
unserem englischsprachigen Portal Automotive Digital Transformation.