Investition fürs Auto- und Industriegeschäft
Infineon übernimmt Teil des Sensorgeschäfts von AMS Osram
Infineon erweitert sein Sensor-Portfolio mit einer Teilübernahme des entsprechenden Business von AMS Osram. Für Infineon bedeutet der Zukauf neue Synerigen im Auto- und Industriebereich, AMS Osram kann seinen Schuldenberg schneller abbauen.
AMS Osram konzentriert sich mit dem Verkauf an Infineon künftig wieder stärker auf optische Halbleitertechnologien.
AMS Osram
Chiphersteller Infineon übernimmt Teilbereiche des
Sensorikgeschäfts von AMS Osram. Dafür zahle Infineon 570 Millionen Euro,
wie die Unternehmen am Dienstag mitteilten. Das veräußerte Geschäft mit nicht
optischen Sensoren erwirtschaftete den Angaben zufolge rund 220 Millionen Euro
Umsatz und ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von
etwa 60 Millionen Euro im Jahr 2025.
Mit der geplanten Investition stärke Infineon seine Position
im Bereich der Sensoren für Automobil- und Industrieanwendungen durch ein
komplementäres Portfolio und erweitere die Produktpalette bei Sensoren für
medizinische Anwendungen, hieß es.
Neue Wertschöpfung, weniger Schulden
Die Transaktion werde sich unmittelbar mit dem Abschluss positiv auf den Gewinn
pro Aktie auswirken, teilte Infineon weiter mit. Zukünftige Synergien
ermöglichten „eine erhebliche zusätzliche Wertschöpfung“. Im Zuge der Übernahme
sollen 230 Mitarbeitende zu Infineon wechseln. Die Vereinbarung umfasse zudem
ein mehrjähriges Lieferabkommen mit AMS Osram. Der Abschluss der
Transaktion wird für das zweite Quartal erwartet.
AMS Osram konzentriert sich mit dem Verkauf auf optische
Halbleitertechnologien und senkt seine Verschuldung eigenen Aussagen zufolge „schneller
als geplant“. Das Unternehmen setzte sich dazu neue Finanzziele für 2030. Die Aktie von AMS Osram sprang nachbörslich auf der Handelsplattform
Tradegate um 15 Prozent in die Höhe. Infineon verloren hingegen 1,4 Prozent.