Waymo stockt Kasse im Robotaxi-Wettlauf auf
In einer neuerlichen Finanzierungsrunde hat isch Waymo frisches Geld für seine Robotaxi-Ambitionen gesichert. Die Google-Schwester könnte damit den Vorsprung im Wettrennen mit Tesla weiter ausbauen.
Die Google-Schwesterfirma Waymo ist besonders weit bei der Entwicklung selbstfahrender Autos. Jetzt gibt es firsches Geld von Investoren.
Waymo
Im Wettlauf mit Elon Musks Tesla um den Markt für fahrerlose
Robotaxis füllt die Google-Schwesterfirma Waymo ihre Kassen für eine globale
Expansion. Waymo sammelte von Investoren 16 Milliarden Dollar (13,5 Mrd Euro)
in einer Finanzierungsrunde ein. Das Unternehmen wurde dabei insgesamt mit 126
Milliarden Dollar bewertet, wie es in einer Mitteilung hieß.
Die Robotaxis von Waymo machen inzwischen ohne einen Menschen am Steuer mehr
als 400.000 bezahlte Fahrten mit Passagieren pro Woche in sechs US-Städten
sowie dem Silicon Valley. Die Firma strebt einen schnellen Ausbau in den USA an - und schickte ihre Fahrzeuge bereits auch nach London und Tokio. Insgesamt
fuhren Waymo-Autos 127 Millionen Meilen (gut 204 Mio Kilometer) autonom.
Musk setzt nur auf Kameras
Tesla hat bisher nur einige fahrerlose Robotaxis in der texanischen Stadt
Austin im Einsatz. Sie wurden bis zuletzt noch von Aufpassern im Beifahrersitz
begleitet. Musk verkündete aber, Tesla werde in wenigen Jahren die Nummer eins
beim autonomen Fahren und Robotaxis sein. Der Schlüssel dazu soll sein, dass
handelsübliche Wagen vom Band auch komplett selbstständig fahren. Zudem will
Tesla ab diesem Jahr ein Robotaxi ohne Lenkrad und Pedale bauen.
Allerdings will Musk dafür nur mit Kameras auszukommen. Konkurrenten und
Experten zweifeln an, ob dies ausreichende Sicherheit bietet. Denn Waymo und
andere Entwickler setzen zusätzlich auf weitere Sensoren, vor allem
Laser-Radare, die die Umgebung der Fahrzeuge abtasten. Geht Musks Rechnung aber
auf, hätte Tesla einen enormen Kostenvorteil.