Level-4-Projekte

Mercedes steigt mit Momenta ins Robotaxi-Rennen ein

Mercedes-Benz baut seine Robotaxi-Pläne rund um die S-Klasse weiter aus und rückt MB.OS stärker als technologische Basis in den Mittelpunkt. Die bekannte Kooperation mit Momenta wird nun als Teil eines globalen Ökosystems eingeordnet.

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Eine Mercedes-Benz S-Klasse mit Sensoraufbau auf dem Dach steht auf einer palmengesäumten Straße in Abu Dhabi. Der Wagen trägt Aufkleber von Mercedes-Benz, Momenta und Lumo. Im Hintergrund sind Skyline und Küstenlinie in leichtem Dunst erkennbar.
Mercedes-Benz und Momenta kooperieren mit lokalem Mobilitätsanbieter Lumo für Robotaxi-Angebot mit S‑Klassen

Update vom 30.1.2026

Mercedes-Benz ordnet die bereits bekannte Robotaxi-Zusammenarbeit mit Momenta in einer neuen Mitteilung stärker als Teil eines umfassenden „Robotaxi-Ökosystems“ ein. Dabei rückt der Hersteller vor allem MB.OS und die neue S-Klasse als skalierbare Plattform für vollautomatisierte Shuttle-Dienste in den Fokus. Ergänzend verweist Mercedes auf weitere Technologiepartner wie NVIDIA sowie Mobilitätsanbieter wie Uber, die im Robotaxi-Kontext bereits seit Oktober 2025 eine zentrale Rolle spielen . Konkrete neue Zeitpläne oder zusätzliche Einsatzorte über die angekündigten Tests im laufenden Jahr hinaus nennt Mercedes allerdings weiterhin nicht.

Stand vom 9.12.2025: Mercedes steigt mit Momenta ins Robotaxi-Rennen ein

Mercedes-Benz und Momenta wollen gemeinsam die nächste Stufe des automatisierten Fahrens mit dem Start eines SAE-Level-4-Robotaxi-Dienstes einläuten. Der Automobilhersteller kündigt mit seinem ADAS-Partner für China diesen fahrerlosen Shuttle-Service auf Basis der neuen Mercedes‑Benz S‑Klasse an. Nach einer ersten Testphase in Abu Dhabi beabsichtigen die Partner eine breitere Einführung an weiteren Standorten und in anderen Märkten. Im Anschluss an diese Ankündigung sollen die ersten S‑Klasse Testfahrzeuge auf den Straßen von Abu Dhabi eingesetzt werden, wo der lokale Partner Lumo die zukünftige Robotaxi-Flotte betreiben wird. Lumo ist eine Tochtergesellschaft des Technologieunternehmens K2, das die Zulassung und Genehmigung erhalten hat, autonome Fahrzeuge in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zu betreiben, mit Abu Dhabi als erster Stadt. Diese Initiative ergänzt die weiteren SAE-Level-4-Projekte von Mercedes‑Benz, von denen sich einige auf das Endkundensegment konzentrieren, während andere kommerzielle Anwendungen prüfen.

Mercedes-Benz pflegt weitere Kooperationen mit Softwaretechnologieunternehmen und bringt dort sein Betriebssystem MB.OS ein. So prüfe Mercedes‑Benz beispielsweise die Möglichkeiten eines SAE-Level-4-Robotaxi-Ökosystems auf Basis der Nvidia Drive AV Plattform, um die Entwicklung des autonomen Fahrens zu beschleunigen. Beide Unternehmen pflegen in diesem Bereich bereits eine langjährige Zusammenarbeit. 

Mercedes-Benz war der erste internationale Automobilhersteller, der die Genehmigung für die Erprobung vollautomatisierter Fahrsysteme (SAE-Level 4) auf ausgewiesenen innerstädtischen Straßen und Autobahnen in Peking erhalten hat. Dabei werden Hard- und Software künftiger automatisierter Fahrsysteme für Privatfahrzeuge getestet. Das Projekt untersucht die Multisensor-Wahrnehmung beim vollautomatisierten Fahren, verifiziert die Systemleistung unter verschiedenen Bedingungen und erforscht die Integration der Umgebungswahrnehmung der Sensoren. Auch hier dienen Mercedes-Benz S‑Klassen als Erprobungsfahrzeuge, die mit einer speziell für das Projekt entwickelten Sensoranordnung ausgestattet sind, die LiDAR, Radarsensoren und Kameras umfasst.