Fahrerlose Transporte

VW erprobt automatisierte Fahrzeuglogistik in Emden

Volkswagen und drei Partner haben das Projekt AutoLog in Emden abgeschlossen. Im Mittelpunkt standen fahrerlose Fahrzeugbewegungen im laufenden Logistikbetrieb, die Steuerung über 5G und das Zusammenspiel mit manuell gefahrenen Autos.

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VW mit der Aufschrift „Automated Factory Pilot by CARIAD“ auf dem AutoLog-Testgelände in Emden, mit Verkehrskegeln und weiteren Fahrzeugen im Hintergrund.
Im Projekt AutoLog erprobten Volkswagen und Partner automatisierte Fahrzeugbewegungen im Emder Hafenumfeld.

Volkswagen, die Deutsche Telekom, das finnische Technologieunternehmen Unikie und das Bremer Institut für Produktion und Logistik an der Universität Bremen (BIBA) haben mehr als zwei Jahre lang automatisierte Fahrzeugbewegungen unter realen Logistikbedingungen erprobt. Das Bundesministerium für Verkehr förderte das Projekt AutoLog.

Das Testfeld auf einer Logistikfläche nahe dem Emder Hafen umfasst Parkplätze, Fahrwege und einen stark frequentierten Kreisverkehr. Dort untersuchten die Partner, wie automatisiert und manuell gesteuerte Fahrzeuge im laufenden Betrieb zusammenwirken. Zugleich prüften sie, wie sich die fahrerlosen Transporte in bestehende Logistikabläufe einbinden lassen.

So funktioniert die automatisierte Fahrzeuglogistik

Die übergreifende Steuerung und Koordination übernimmt die Unikie Marshalling Solution (UMS). Sie verbindet Fahrzeugtechnik, Umgebungserfassung, Kommunikationsinfrastruktur und Logistiksoftware. Ein digitales Abbild der Parkflächen unterstützt die Planung der Fahrzeugbewegungen.

Die Kommunikation mit den Fahrzeugen erfolgt über das öffentliche 5G-Netz der Deutschen Telekom. Für die Anwendung ergänzten die Partner das Netz um zusätzliche Funktionen. Die Steuerungssoftware läuft auf einem Edge-Cloud-System, das über eine Glasfaserverbindung an das Mobilfunknetz angebunden ist. Diese Architektur soll die zeitnahe Verarbeitung der Daten für die Fahrzeugsteuerung ermöglichen.

AutoLog orientiert sich am Standard ISO 23374 für Automated Valet Parking. Zu den Untersuchungsschwerpunkten gehörten die standardisierte Kommunikation sowie die Interaktion der automatisierten Fahrzeuge mit Menschen und anderen Verkehrsteilnehmern.

Auch automatisierte Bahnverladung bei Audi

Über das Testfeld in Emden hinaus erprobten die Projektpartner gemeinsam mit dem Audi-Standort Ingolstadt das automatisierte Verladen von Fahrzeugen auf Eisenbahnwaggons. Dabei ging es um die präzise Positionierung der Autos bei der Übergabe an den Schienentransport.

Der Versuch erweitert den Anwendungsbereich um einen weiteren Schritt der Fahrzeugdistribution. Während in Emden die Bewegungen auf Logistikflächen und der Mischverkehr im Mittelpunkt standen, richtete sich der Test in Ingolstadt auf den Verladevorgang.