| von Fabian Pertschy

Vor über einem Jahr konnte Toyota-Präsident Akio Toyoda den Skeptikern nur Scherze entgegnen. Nun lässt der japanische Autobauer Taten folgen, um die ambitionierten Pläne der Modellstadt Woven City zu verwirklichen. Gemeinsam mit der zum Konzern gehörenden Woven Planet Holdings erfolgte unweit des ehemaligen Werksgeländes am Fuße des japanischen Mount Fuji der Spatenstich.

„Woven City entsteht nicht auf einer leeren Fläche, sondern in der Tradition des Werkes Higashi-Fuji“, betont Kazuhiro Miyauchi, Präsident von Toyota Motor East Japan. Toyotas Stadt der Zukunft ist ein großangelegter Modellversuch, der unter anderem den Entwicklungsprozess beschleunigen soll. Dort sollen Technologien aus unterschiedlichsten Bereichen in einem realen Umfeld erprobt werden – vom automatisierten Fahren und Mobilitätslösungen bis hin zur Robotik und künstlichen Intelligenz.

Drei miteinander verwobene Straßentypen

„Woven City lässt sich mit drei Schlagwörtern zusammenfassen: menschenzentriert, lebendiges Labor und sich ständig weiterentwickelnd“, erklärt Akio Toyoda. Das Ziel sei es, drei unterschiedliche, aber miteinander verwobene Straßentypen zu realisieren: Neben Strecken für schnellere, automatisierte Fahrzeuge soll es Abschnitte für einen Mix aus niedrigerer Geschwindigkeit, persönlicher Mobilität und Fußgängern sowie dezidierte Fußgängerpromenade geben.

Für den Warentransport hat Toyota eine unterirdische Straße in Planung. Anfangs wird die Stadt von 360 Personen - vorwiegend Senioren, Familien mit kleinen Kindern sowie Erfindern - bewohnt. Die Zahl soll laut dem Autobauer jedoch auf mehr als 2.000 Personen wachsen und auch Toyota-Mitarbeiter einbeziehen.

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