Trusted Tech Alliance

Neue Tech-Allianz will Standards für digitale Ökosysteme setzen

Die neu gegründete Trusted Tech Alliance will einheitliche Prinzipien für Transparenz, Sicherheit und verantwortungsvolle Technologieentwicklung etablieren. Für die immer stärker digitalisierte Autoindustrie könnte dieser Zusammenschluss noch wichtig werden.

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Ziel ist der TTA ist es, interoperable und belastbare digitale Infrastrukturen aufzubauen und zu fördern.

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz haben 16 internationale Technologieanbieter die „Trusted Tech Alliance (TTA)“ gegründet. Das Bündnis entwickelt gemeinsame Standards für vertrauenswürdige Technologien entlang des gesamten digitalen Stacks – von Konnektivität und Cloud über Halbleiter bis zu Software und KI.

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Die 5 TTA-Prinzipien:

Die TTA hat fünf Prinzipien definiert, denen die Unternehmen künftig folgen wollen:

  • Transparente Unternehmensführung und ethisches Verhalten
  • Nachvollziehbare Prozesse, sichere Entwicklung und unabhängige Prüfungen
  • Strenge Sicherheits- und Lieferkettenkontrollen
  • Offene und resiliente digitale Ökosysteme
  • Einhaltung von Rechtsstaatlichkeit und Datenschutzstandards

Für die Automobilindustrie könnte die Initiative unmittelbare Bedeutung gewinnen. Moderne Fahrzeugarchitekturen, OTA‑Updates, KI‑gestützte Assistenzsysteme und vernetzte Produktionsketten hängen zunehmend von stabilen, transparenten und sicher betriebenen IT‑Infrastrukturen ab. Einheitliche Vorgaben über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg könnten die Integrationsfähigkeit in globalen Lieferketten stärken und Risiken durch heterogene Sicherheitsstandards reduzieren.

Zu den Gründungsmitgliedern der Allianz gehören Anthropic, ASML, AWS, Cassava Technologies, Cohere, Ericsson, Google Cloud, Hanwha, Jio Platforms, Microsoft, Nokia, Nscale, NTT, Rapidus, Saab und SAP – darunter mehrere zentrale Anbieter für Cloud‑Dienste, Halbleiterfertigung und Softwarelösungen, die bereits heute eine Schlüsselrolle in der Automobil-IT spielen.

Die Idee hinter der Trusted Tech Alliance

Mit den vereinbarten Vorgaben wollen die beteiligten Unternehmen Sicherheitsrisiken über gesamte Produktlebenszyklen hinweg adressieren und vertraglich verbindliche Anforderungen an Lieferanten durchsetzen. Für Unternehmen, die Fahrzeuge, Software oder Produktionssysteme in globalen Netzwerken entwickeln, könnten solche branchenübergreifenden Standards zukünftig als Orientierung dienen.

Die TTA kündigte an, weitere Mitglieder aufzunehmen und gemeinsame technische sowie organisatorische Modelle weiterzuentwickeln. Ziel ist es, interoperable und belastbare digitale Infrastrukturen zu fördern und staatliche Initiativen zur digitalen Souveränität und Resilienz zu unterstützen.