200 Millionen Euro für Business Innovations

Bosch will mit Startups neue Geschäftsideen entwickeln

Bosch braucht dringend frische Geschäftsideen und investiert dafür jetzt verstärkt in den Aufbau von Startups. 200 Millionen Euro fließen dafür in die Tochter Bosch Business Innovations. 

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In Dresden werden Halbleiter produziert. Für die Prozesse dort könnten Startup-Ideen hilfreich sein.

Der Technologiekonzern Bosch will in den nächsten fünf Jahren rund 200 Millionen Euro in eine Tochtergesellschaft investieren, um neue Geschäftsideen zu entwickeln. Ziel von Bosch Business Innovations sei es, Startups aufzubauen, diese systematisch zur Marktreife zu führen und damit auch neue Geschäftsmodelle für Bosch zu entwickeln, teilte das Unternehmen in Stuttgart mit. 

Im Einklang mit der Bosch-Strategie habe das Tochterunternehmen Geschäftsfelder definiert, in die vorrangig investiert werden soll. Diese seien zu Beginn „die softwaregesteuerte Fertigung, medizinische Fernüberwachung sowie die Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Treibhausgasen“.  Weitere Geschäftsfelder seien in den nächsten Jahren geplant. Ziel seien 20 erfolgreiche Startups bis 2030. 

„Wir haben uns schon immer weiterentwickelt, indem wir frühzeitig und entschlossen neue Technologien identifiziert und in sie investiert haben – denn Innovationen sind unsere wichtigste Währung“, so Bosch-Chef Stefan Hartung. „Mit der finanziellen Ausstattung stärken wir Bosch Business Innovations nun erheblich. Hier haben neue Ideen ein Zuhause und den Raum, um sich zu entfalten.“

Rote Zahlen im vergangenen Jahr 

Neue Geschäftsideen kann Bosch gut gebrauchen. Der weltweit größte Autozulieferer war zuletzt hinter den eigenen Erwartungen geblieben und hatte 2025 erstmals seit der globalen Finanzkrise 2009 rote Zahlen geschrieben. Wesentliche Gründe für den Einbruch waren Kosten in Milliardenhöhe für einen Stellenabbau sowie Steuerbelastungen. Nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen nicht mehr wettbewerbsfähig. Um das Ruder herumzureißen, spart das Management kräftig an Personal und Strukturen.