Studie zu Datenökosystemen
Catena-X jetzt starten – Vergütung bis zu 30.000 €
Wer Daten teilt, gewinnt – das wissen große OEMs seit Jahren. Der Data Space Accelerator begleitet Unternehmen 2026 beim Einstieg in Catena-X: mit strukturiertem Onboarding und einer Vergütung von bis zu 30.000 € netto.
Der Data Space Accelerator ermöglicht den Einstieg in Catena-X – mit Vergütung von bis zu 30.000 € bei verifiziertem Datenaustausch.
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Wer Daten teilt, gewinnt – das wissen große
Automobilhersteller seit Jahren. Ford, BMW, Volkswagen und Mercedes-Benz
tauschen längst in hohem Volumen Daten über Catena-X aus. Für viele Unternehmen
aus der Supply Chain war dieser Schritt bislang zu aufwändig. Der Data Space Accelerator ändert das.
Der Data Space Accelerator ist eine Studie, initiiert vom
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und koordiniert
von der International Data Spaces Association (IDSA) gemeinsam mit dem Catena-X
Automotive Network e.V. und Cofinity-X. Sie begleitet Unternehmen 2026 beim
Einstieg in den Catena-X Datenraum. Wer den Prozess erfolgreich abschließt,
erhält eine Vergütung von bis zu 30.000 € netto – basierend auf verifiziertem
produktivem Datenaustausch. Das mit 23 Millionen Euro ausgestattete Vorhaben
wird vom BMWE gefördert und von der EU kofinanziert.
Warum jetzt – und warum diese Studie?
Catena-X ist in der
Praxis angekommen. Große Hersteller und Zulieferer tauschen bereits produktiv
Daten aus. Was jetzt folgt, ist der nächste Schritt: belastbare empirische
Erkenntnisse darüber, welche Netzwerkeffekte und welcher wirtschaftliche
Mehrwert entstehen, wenn eine kritische Masse von Unternehmen gleichzeitig
teilnimmt. Genau das will der Data Space Accelerator herausfinden – mit
Catena-X als Referenzökosystem.
Teilnehmende
Unternehmen werden zunächst in den Catena-X Datenraum eingebunden und setzen
anschließend konkrete Anwendungsfälle produktiv um. Den Anfang macht dabei ein
Use Case, der vielen Unternehmen aus dem Alltag vertraut ist: Company Certificate Management (CCM).
Weniger Aufwand, mehr Überblick
Zertifikate wie ISO 9001 oder IATF 16949 landen heute bei
jedem Partner einzeln im Postfach – manuell, redundant, fehleranfällig. Jede
Aktualisierung muss einzeln kommuniziert werden, jede Verzögerung birgt
Risiken. CCM löst genau das. Unternehmen stellen ihre Zertifikatsdaten einmalig
standardisiert bereit und teilen sie per Knopfdruck mit allen relevanten
Partnern. Automatisierte Benachrichtigungen informieren rechtzeitig über
ablaufende Zertifikate.
Das Ergebnis: Deutlich weniger administrativer Aufwand,
eine belastbare und aktuelle Datenbasis – und mehr Qualität und Sorgfalt
entlang der gesamten Lieferkette. Unternehmen, die diesen verpflichtenden
ersten Use Case im Rahmen des Data Space Accelerators produktiv umsetzen,
erhalten eine Vergütung von 15.000 € netto.
Mehr Tiefe, mehr Vergütung
Wer weitergeht, kann weitere 15.000 € netto erhalten.
Voraussetzung ist die produktive Umsetzung eines zweiten Use Cases – etwa
Product Carbon Footprint (PCF), Digital Product Passport, Traceability oder
Demand and Capacity Management. Diese Anwendungsfälle adressieren die
drängendsten Herausforderungen der Branche: Lieferkettenresilienz,
Nachhaltigkeitsreporting, regulatorische Transparenz. Catena-X positioniert
sich damit als Datenraum, der nicht nur heutige Anforderungen erfüllt, sondern
auch künftigen regulatorischen Entwicklungen vorausgreift.
So funktioniert die Teilnahme
Die Teilnahme am Data Space Accelerator ist an konkrete
Voraussetzungen geknüpft: Unternehmen registrieren sich im Catena-X Datenraum,
setzen die vorgesehenen Use Cases produktiv um und nehmen an einer begleitenden
Befragung zur Studie teil. Antragstellung und vollständige Umsetzung müssen im
Jahr 2026 erfolgen. Grundsätzlich können alle Unternehmen aus der automobilen
Wertschöpfungskette und angrenzender Branchen teilnehmen, sofern sie die
Programmvoraussetzungen erfüllen. Die Studie richtet sich dabei besonders an
KMU und größere mittelständische Unternehmen.