Robotaxi-Allianz

Stellantis, Wayve und Uber schmieden Robotaxi-Partnerschaft

Stellantis, Wayve und Uber wollen fahrerlose Mobilitätsdienste auf Level 4 schneller in den Markt bringen. Geplant sind gemeinsame Arbeiten an Fahrzeugen, KI-Systemen, Tests und dem späteren Betrieb über die Uber-App in mehreren Städten weltweit.

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Stellantis, Wayve und Uber wollen ihre Kompetenzen für fahrerlose Mobilitätsdienste bündeln. Der Automobilhersteller soll L4-fähige Fahrzeugplattformen liefern, Wayve die KI-Fahrtechnologie beisteuern und Uber den Zugang zu Nutzern über seine Mobilitätsplattform ermöglichen.

Stellantis, Wayve und Uber wollen gemeinsam an fahrerlosen Mobilitätsdiensten auf Level 4 arbeiten. Die drei Unternehmen haben dazu eine strategische Zusammenarbeit angekündigt, mit der sie Entwicklung, Erprobung und späteren Einsatz von Robotaxis weltweit vorantreiben wollen.

Im Mittelpunkt steht die Verbindung von drei Bausteinen. Stellantis soll Fahrzeuge auf Basis sogenannter L4-Ready-Plattformen entwickeln und fertigen. Wayve bringt seine KI-Fahrtechnologie ein. Uber wiederum soll den Zugang zu Fahrgästen über seine Mobilitätsplattform ermöglichen. Die Unternehmen wollen damit eine Grundlage schaffen, um autonome Fahrdienste schneller in verschiedene Märkte zu bringen.

Stellantis liefert die Fahrzeugbasis

Der Automobilhersteller sieht seine Rolle vor allem in der Entwicklung und industriellen Bereitstellung geeigneter Fahrzeuge. Die Plattformen sollen laut Unternehmen bereits auf den fahrerlosen Betrieb ausgelegt sein. Dazu gehören integrierte Sensorik, technische Redundanzen und Anforderungen an Sicherheit und Dauerbetrieb.

Für Stellantis ist die Vereinbarung auch Teil einer breiteren Strategie im Bereich automatisiertes Fahren. Der Konzern hatte bereits eine L2++-Vereinbarung mit Wayve geschlossen. Die neue Zusammenarbeit erweitert den Fokus nun auf vollständig fahrerlose Dienste der Stufe 4.

Wayve setzt auf KI ohne stadtgenaue Kartierung

Wayve stellt die Software für das autonome Fahren bereit. Das britische Unternehmen entwickelt einen KI-basierten Ansatz, der Fahrzeuge in die Lage versetzen soll, komplexe Verkehrssituationen zu erfassen und darauf zu reagieren. Nach Angaben der Partner ist die Technologie so ausgelegt, dass sie sich an unterschiedliche Regionen und Fahrbedingungen anpassen kann. Eine stadtbezogene Kartierung oder Neuprogrammierung soll dafür nicht erforderlich sein. Bewährt sich dieser Ansatz im Realbetrieb, könnte er den Rollout autonomer Fahrdienste beschleunigen und die Kosten für neue Einsatzgebiete senken.

Uber bringt sein globales Mobilitätsnetzwerk in die Partnerschaft ein. Die geplanten autonomen Fahrzeuge sollen perspektivisch über die Uber-App buchbar sein. Damit würde der Plattformanbieter die Verbindung zwischen Fahrzeugflotten und Fahrgästen herstellen.

Die Zusammenarbeit knüpft an bestehende Aktivitäten von Wayve und Uber an. Beide Unternehmen hatten bereits angekündigt, autonome Fahrten in London, Tokio und weiteren Städten anbieten zu wollen. Mit Stellantis kommt nun ein großer Fahrzeughersteller hinzu, der die industrielle Seite eines möglichen Robotaxi-Rollouts abdecken soll.

Memorandum setzt Rahmen für nächste Schritte

Die Vereinbarung ist zunächst als unverbindliches Memorandum of Understanding angelegt. Sie soll den Rahmen für spätere Abkommen über Technologieentwicklung, Lizenzierung, Produktion und Fahrzeugbeschaffung bilden. Die Unternehmen behalten sich zugleich vor, weitere Kooperationen im Bereich autonomes Fahren einzugehen.

Geplant sind gemeinsame Arbeiten an Integration, Tests, Validierung und Markteinführung. Als mögliche Einsatzregionen nennen die Partner Städte in Europa, Nordamerika und darüber hinaus. Konkrete Zeitpläne, Stückzahlen oder Startmärkte wurden nicht genannt.

Robotaxis bleiben ein anspruchsvoller Markt

Die Kooperation zeigt, wie stark sich die Entwicklung autonomer Mobilität in Richtung Ökosysteme verschiebt. Fahrzeugplattformen, KI-Software, Flottenbetrieb und Kundenzugang müssen eng zusammenspielen, damit fahrerlose Dienste im größeren Maßstab wirtschaftlich betrieben werden können.

Für Stellantis, Wayve und Uber bleibt der Weg dennoch anspruchsvoll. Neben technischer Validierung und regulatorischen Freigaben werden auch Betriebssicherheit, Akzeptanz und Kostenstruktur über den Erfolg entscheiden. Die nun angekündigte Zusammenarbeit liefert dafür zunächst einen organisatorischen und technologischen Rahmen.