Autonomes Fahren: Ein Schritt zurück?
Beim autonomen Fahren tut sich etwas – doch in welche Richtung geht’s? Während Forschungsprojekte Meilensteine melden, spricht die industrielle Realität eine deutlich nüchternere Sprache: OEMs wie BMW und Mercedes kassieren ihre Level-3-Piloten.
In der aktuellen Folge von WAS MICH BEWEGT sprechen Ronja
und Pascal über den Stand des autonomen Fahrens zwischen technologischem
Fortschritt, regulatorischem Nachweis und kommerzieller Realität. Zwei aktuelle
Projekte, die zeigen, wie weit die Forschung und Absicherung autonomer
Mobilität bereits gekommen sind. Das Verbundprojekt STADT:up hat nach
dreieinhalb Jahren Bilanz gezogen und demonstriert, wie KI-basierte
Fahrautomation auch im komplexen Stadtverkehr funktionieren kann. Gleichzeitig
wurde in Berlin erstmals eine Realfahrt eines Fahrzeugs unter
Level-4-Bedingungen überprüft. Das Forschungsfahrzeug EDGAR der TU München
absolvierte eine Strecke durch den Berliner Stadtverkehr, während
TÜV-Prüferteams eine neue Methodik zur Bewertung autonomer Fahrzeuge erprobten.
Doch es gibt auch eine andere Seite der Entwicklung: Im
privaten Pkw-Geschäft rückt Level 3 vorerst aus dem Fokus. BMW streicht den
Personal Pilot L3 im neuen 7er und wertet stattdessen den Autobahnassistenten
auf. Auch Mercedes bietet im Update der S-Klasse kein Level-3-System mehr an. Hier
zeigt sich: Der breitere Kundennutzen entsteht aktuell eher auf anderen
Technologieebenen. Die zentrale Frage der Folge lautet deshalb: Rückschritt –
oder die notwendige Reifephase einer Technologie, die weniger an Visionen als an
Kundeninteresse und Wirtschaftlichkeit gemessen wird?
Forschung bringt autonome Autos in den Stadtverkehr
BMW gibt Autobahnassistenten ein Upgrade
Nachweis statt Vision: Mobility+AI im Realitätscheck
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Ronja Schmiedchen
Pascal
Nagel
Hinweis: Die im Podcast getätigten Aussagen spiegeln die
Privatmeinung der Gesprächspartner wider und entsprechen nicht zwingend den
Darstellungen des jeweiligen Arbeitgebers.