Volkswagen treibt in China das KI-definierte Fahrzeug voran. Noch in diesem sollen agentenbasierte KI Systeme serienmäßig ins Auto kommen. Die Agenten sollen kontextbasiert agieren und Fahrzeugfunktionen steuern.
Redaktion Redaktion
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Volkswagens China-Portfolio wird stark von KI-Funktionen und Multiagentensystemen geprägt seinVolkswagen
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Der Volkswagen-Konzern will seine Modelle für den chinesischen
Markt deutlich stärker auf künstliche Intelligenz trimmen. Im Vorfeld der Auto
China 2026 in Peking (24. April bis 3. Mai) stellte der Konzern den Fahrplan
„Agentenbasierte KI für alle“ vor. Künftig sollen KI‑Agenten zentraler
Bestandteil von Fahrfunktionen, Cockpit und digitalen Diensten werden und
serienmäßig in lokal entwickelten Modellen zum Einsatz kommen.
Zugrunde liegt die neue China Electronic Architecture (CEA),
die als einheitliche, skalierbare Software- und Hardwarebasis dient. Sie
integriert intelligente Fahrfunktionen und Cockpit-Dienste in einem gemeinsamen
Betriebssystem und schafft die Voraussetzung für den großflächigen Einsatz
agentenbasierter KI im Fahrzeug.
Von Sprachbefehl zu kontextbasierter Fahrzeugintelligenz
Im Unterschied zu klassischen Sprachassistenten sollen die
neuen KI‑Agenten nicht nur auf Befehle reagieren, sondern die Intention des
Nutzers verstehen. Laut VW können sie komplexe, systemübergreifende Aktionen
ausführen und Entscheidungen kontextbezogen treffen, etwa beim Zusammenspiel
von Navigation, Assistenzsystemen und Infotainment.
Alle CEA-basierten Fahrzeuge, die in der zweiten
Jahreshälfte 2026 in China auf den Markt kommen, werden mit einem Onboard-KI-Agenten
ausgestattet. Dieser nutzt ein lokal trainiertes großes Sprachmodell (LLM) und
arbeitet als geschlossenes System im Fahrzeug. Was Volkswagen besonders betont:
Persönliche Daten sollen das Auto nicht verlassen – ein Aspekt, der gerade im
KI-Kontext sehr sensibel ist und aktuell vielfach diskutiert wird.
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VW-Chef Blume will in China die „KI für alle" etablieren.Volkswagen
Volkswagen-CEO Oliver Blume ordnet den Schritt strategisch
ein: „Nach E‑Mobilität für alle und ADAS für alle führen wir nun
‚agentenbasierte KI für alle‘ ein. Ab diesem Jahr wird unser KI‑Agent im
Fahrzeug in unseren lokal entwickelten Modellen Einzug halten.“
China als Testfeld für KI-definierte Fahrzeuge
Nach Konzernangaben ist Volkswagen damit der erste globale
Automobilhersteller, der agentenbasierte KI in großem Maßstab über ein gesamtes
Fahrzeugportfolio hinweg in China ausrollt. Die Initiative ist eng mit der „In
China, für China“-Strategie verknüpft, die Entwicklung, Software und
Systemintegration konsequent lokalisiert.
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„In nur 36 Monaten hat der Volkswagen Konzern in China ein
komplett neues Produktportfolio für smarte Elektrofahrzeuge entwickelt. Mit KI‑Funktionen
erfüllen wir alle zentralen Wünsche unserer chinesischen Kunden“, erklärte VWs
China-Chef Ralf Brandstätter.
Mittelfristig plant Volkswagen den nächsten
Evolutionsschritt. Ab 2027 soll die CEA 2.0 intelligentes Fahren und
Cockpit-Funktionen auf einer noch leistungsfähigeren zentralen Rechenplattform
zusammenführen. Vorgesehen ist ein Multiagentensystem mit spezialisierten
Agenten für Fahren, Cockpit-Erlebnis und digitale Dienste, die koordiniert
zusammenarbeiten.
Volkswagen zeigt in Peking vier Weltpremieren
Der ID. Aura T6 basiert auf VWs eigens für China konzipierten Tech-Plattform CEA.Volkswagen
Flankiert wurde die KI‑Offensive von einer Reihe konkreter
Produktneuheiten für den chinesischen Markt. Insgesamt kündigte der Konzern
vier Weltpremieren an, die auf der Auto China 2026 debütieren. Dazu zählt der ID.
Aura T6 von FAW‑Volkswagen, das erste Modell der neuen ID.-Aura‑Familie. Das
vollelektrische Mittelklasse‑SUV basiert vollständig auf der China Electronic
Architecture (CEA) und ist für L2++‑Assistenzfunktionen sowie kontinuierliche OTA‑Updates
ausgelegt.
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Ebenfalls vorgestellt wurde der seriennahe ID. Unyx 09 von
Volkswagen Anhui – eine rund fünf Meter lange, vollelektrische Limousine mit
Hochleistungsrechner, L2++‑ADAS und integriertem KI‑Assistenten. Ergänzend
treibt Volkswagen die Elektrifizierung der Submarke Jetta voran. Mit dem
Konzeptfahrzeug Jetta X gab die Marke einen Ausblick auf eine neue
Designsprache und kündigte bis 2028 vier elektrifizierte Modelle für das
Einstiegssegment an.
Auch Audi nutzte die Bühne in Peking. Nach dem E5 Sportback
feierte mit dem AUDI E7X der erste für China entwickelte SUV der neuen Submarke
Premiere. Das Modell basiert auf der gemeinsam mit SAIC entwickelten „Advanced
Digitized Platform“ und soll perspektivisch hochautomatisierte Fahrfunktionen
auf Level 3 ermöglichen – ein Novum für Audi im chinesischen Markt.
Parallel dazu bekräftigte Volkswagen seine ambitionierten
Elektrifizierungsziele: Bis 2027 soll das Angebot in China auf rund 30, bis
2030 auf etwa 50 elektrifizierte Modelle anwachsen, darunter rund 30 reine
Elektrofahrzeuge. Grundlage bilden lokale F&E‑Kapazitäten sowie
eigenentwickelte ADAS‑ und Softwareplattformen.
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Vom SDV zum KI‑definierten Fahrzeug
Die Automobilindustrie hat den Schritt zum softwaregetriebenen Fahrzeug vollzogen – jetzt wird Intelligenz zum entscheidenden Differenzierungsfaktor. Wie sich der Übergang vom Software‑Defined Vehicle (SDV) zum AI‑Defined Vehicle (AIDV) strategisch gestalten lässt, steht im Fokus des automotiveIT car.summit am 19. und 20. November 2026 in München.
Die Konferenz bringt Entscheider:innen und Expert:innen aus Engineering, IT, Data & AI zusammen, um Plattform‑ und Datenstrategien für KI‑native Fahrzeuge zu diskutieren und aufzuzeigen, wie die enge Zusammenarbeit von Engineering, IT und Partner‑Ökosystemen die Umsetzung beschleunigt.