Elektro-Offensive

Audi stärkt mit SAIC die Entwicklung neuer China-Modelle

Audi und SAIC wollen vier weitere Modelle für den chinesischen MArkt entwickeln. Kern der Vereinbarung ist ein Tech Center in Shanghai. Dort sollen unter Anleitung Audis Innovationen rund um Elektrifizierung, Vernetzung oder autonomes Fahren entstehen.

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Der vollelektrische Audi E7X steht in dunkler Studioinszenierung. Zu sehen ist ein großes SUV mit glatter Front, umlaufender Lichtsignatur und betont breiter, futuristischer Formensprache. Das Modell ist Teil der neuen China-Marke AUDI und soll 2026 auf der Auto China Premiere feiern.
Mit dem E7X bringt Audi 2026 sein erstes SUV auf den chinesischen Markt. Das Modell steht für die nächste Ausbaustufe der Zusammenarbeit von Audi und SAIC.

Audi und SAIC vertiefen ihre Zusammenarbeit in China und richten den Blick auf die nächste Modellgeneration der Volkswagen-Tochter. Beide Unternehmen haben dazu eine strategische Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die die gesamte Wertschöpfungskette künftiger Fahrzeuge umfasst. Zentrales Element ist der Aufbau eines eigenen Innovations- und Technologiezentrums in Shanghai. 

Mit dem Schritt bauen die Partner ihre 2024 gestartete Zusammenarbeit weiter aus. Der E5 Sportback war im vergangenen Jahr das erste Serienmodell der neuen China-Marke ohne die vier Ringe. Ende Aprill soll auf der Auto China in Peking mit dem Audi E7X bereits das zweite Serienfahrzeug folgen. Ein drittes Modell ist für 2027 angekündigt. 

Von Shanghai aus wollen Audi und SAIC China-spezifische Elektrifizierungstechnologien sowie Funktionen für intelligente und vernetzte Fahrzeuge entwickeln. Genannt werden unter anderem KI-gestützte Smart-Cabin-Lösungen und Fahrerassistenzsysteme, die sich gezielt an die Anforderungen chinesischer Premiumkunden richten.

Vier neue Modelle auf ADP-Basis

Darüber hinaus planen die Partner vier neue Audi-Modelle auf Basis der nächsten Generation der „Advanced Digitized Platform“. Die Fahrzeuge sollen das bestehende Audi-Portfolio in China gezielt ergänzen und die Position der Marke in einem Markt stärken, der sich in den vergangenen Jahren mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Elektromobilität und digitale Fahrzeugfunktionen entwickelt hat. 

Audi-Chef Gernot Döllner wertete die Zusammenarbeit mit SAIC und den Aufbau der neuen NEV-Marke Audi als wichtigen Schritt, um auch im Zeitalter intelligenter, vernetzter Fahrzeuge in China wettbewerbsfähig und relevant zu bleiben. Wie stark Audi dabei auf die gemeinsame Entwicklung setzt, dürfte sich bereits auf der Auto China 2026 zeigen. Dort will Audi mit dem E7X sein erstes SUV präsentieren. 

Das Modell soll nach Unternehmensangaben insbesondere mit digitalen Innenraumerlebnissen, großzügigem Fondkomfort und einem konsequent auf chinesische  Kunden zugeschnittenen In-Car-Entertainment überzeugen. Damit treiben Audi und SAIC ihre Strategie im Premium-Elektrosegment weiter voran und schärfen zugleich das Profil der neuen Marke im wichtigsten Automarkt der Welt.