Mercedes' elektrische C-Klasse wird zum digitalen Kokon
Ein schwebender Hyperscreen, sternenübersätes Glasdach und Lounge-Atmosphäre: Mercedes zeigt, wie luxuriös Elektromobilität in der neuen C-Klasse sein kann. Und punktet zudem mit Sportlichkeit und Reichweiten-Power.
Bei neuen Mercedes-Modellen mittlerweile ein gewohnter Anblick: Das MBUX mit cockpitdominierendem Hyperscreen.
Mercedes-Benz
Sie zählt seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten
Kernmodellen von Mercedes, die C-Klasse. Demnächst wird die
Mittelklasselimousine auch elektrisch zu haben sein. Im Herbst 2026 soll das auf
der neu entwickelten MB.EA-Architektur basierenden Modell seinen Marktstart
feiern.
MBUX wohin man schaut
Neben eines völlig neuen Antriebskonzepts präsentiert
Mercedes die C-Klasse (interner Code W 520) auch im Innenraum im frischen,
zeitgemäßen Gewand. Im Mittelpunkt steht eine mittlerweile markentypisch
großformatige Displaylandschaft. Der sogenannte MBUX Hyperscreen erstreckt sich
als schwebend wirkendes Element über die gesamte Armaturentafel. Digitales
Kombiinstrument und Infotainment-Touchscreen gehen optisch ineinander über und
reichen bis weit in den Beifahrerbereich. Zwei runde, von Ambientelicht
eingefasste Luftausströmer bilden seitlich den Abschluss der Bildschirmfläche.
Die Mittelkonsole ist klar reduziert gestaltet. Neben
wenigen physischen Tasten, etwa für das Warnblinklicht, finden sich dort
Getränkehalter sowie Ablagen mit Lademöglichkeit für Smartphones. Darüber
sitzen zwei rechteckige Lüftungsdüsen. Viele Funktionen, darunter auch der
Bedienhebel für das Getriebe, sind rund um das Lenkrad angeordnet.
C-Klasse wird zum „digitalen Kokon“
Der Innenraum ist als luxuriöses Refugium konzipiert und
bietet laut Hersteller deutlich mehr Platz. Mercedes spricht von einer
immersiven Cocooning-Atmosphäre mit fließender Gestaltung sowie hohem Klima-
und Akustikkomfort. Eine Wärmepumpe sorgt für effiziente Temperierung und kurze
Aufwärmzeiten. Zudem gibt es Nettigkeiten wie ein großes Panorama-Glasdach mit
semitransparenten und illuminierten Sternmotiven, neue Materialien mit
Naturfaseranteilen sowie aufwendig gestaltete Sitze mit Massagefunktion und Fokus
auf Langstreckenkomfort.
Doch die Kirsche auf der Sahne bildet zweifellos die
Konversation mit dem KI-Assistenten, egal ob es um Navigation,
Restaurantempfehlungen, Fragen zu touristischen Attraktionen oder um ganz
simple Bedienbefehle geht. Man kann sich mit der KI-Dame fast so natürlich
unterhalten wie mit einer leibhaftigen Person.
Sportlichste C-Klasse mit massiver Reichweite
An den Start schicken die Stuttgarter ihre elektrische
Limousine zunächst als C 400 4Matic (die sonst verwendete Zusatzbezeichnung
EQ-Technologie entfällt erstmals) zu einem Preis von unter 70.000 Euro. Die
Hauptantriebseinheit (PSM) mit Zweiganggetriebe sitzt bei allen
C-Klasse-Modellen auf der Hinterachse. Die 4Matic-Version haben jeweils
zusätzlich eine E-Maschine an der Vorderachse. Beim C 400 4Matic kommen beide
Motoren auf eine Systemleistung von 360 kW/490 PS und 800 Newtonmeter, genug um
die über zwei Tonnen schwere Limousine in nur 4,1 Sekunden von null auf 100
km/h zu treiben. „Das ist die sportlichste C-Klasse, die wir je gebaut haben“,
verspricht Entwicklungsvorstand Jörg Burzer, „und zugleich ermöglicht sie dank
Luftfederung und Hinterachslenkung Fahrkomfort auf S-Klasse-Niveau.“
Stolz sind die schwäbischen Ingenieure auch auf Batterie-
und Ladetechnologie. Im Boden des C 400 4Matic stecken Zellen mit einer
Kapazität von nutzbaren 94,5 kWh, was eine WLTP-Reichweite von bis zu 760
Kilometern ermöglichen soll. Dank der 800 Volt lassen sich binnen zehn Minuten
„frische“ 320 Kilometer nachladen. Die C-Klasse könnte also mit nur einem
kurzen Tankstopp eine Strecke von über 1.000 Kilometer zurücklegen. Damit
dürfte dieses Mercedes-Modell keinen Grund mehr liefern, nicht elektrisch unterwegs
zu sein. Auch dem vehementesten E-Mobilitätskritiker dürften die Argumente
ausgehen.
Das ist die neue elektrische Mercedes-Benz C-Klasse: