Engineering, Cloud, Cybersecurity
Stellantis und Microsoft vertiefen KI-Partnerschaft
Stellantis und Microsoft bauen ihre Zusammenarbeit aus. In einer fünfjährigen Partnerschaft wollen beide Unternehmen KI , Cloud und Cybersecurity-Lösungen gemeinsam entwickeln – von der Produktentwicklung über vernetzte Fahrzeuge bis zur IT-Infrastruktur.
Die Kooperation beinhaltet mehr als 100 gemeinsame KI‑Initiativen.
Stellantis
Stellantis und Microsoft haben eine auf fünf Jahre angelegte
strategische Zusammenarbeit vorgestellt. Ziel ist es, die digitale
Transformation des Automobilkonzerns durch den gemeinsamen Ausbau von künstlicher
Intelligenz, Cloud‑Technologien und Cybersecurity deutlich zu beschleunigen.
KI-Fokus entlang der gesamten Wertschöpfung
Im Zentrum der Kooperation stehen mehr als 100 gemeinsame KI‑Initiativen,
die sich über Produktentwicklung, Operations und Kundenservice erstrecken. Dazu
zählen KI‑gestützte Entwicklung und Validierung von Fahrzeugfunktionen, Predictive
Maintenance sowie eine schnellere Bereitstellung digitaler Services und
Features.
„Angesichts der rasanten Fortschritte im Bereich der KI
haben wir in allen Geschäftsbereichen – von der Entwicklung und Fertigung über
das Design bis hin zur Kundeninteraktion – frühzeitig KI in unsere Fahrzeuge
integriert, von der neuen digitalen Fahrzeugkabine bis hin zum zentralen Betriebssystem“,
so Stellantis-Entwicklungschef Ned Curic. Durch die Zusammenarbeit mit
Microsoft beschleunige man die Nutzung von KI im gesamten Unternehmen und
statte die Teams mit leistungsfähigeren Werkzeugen aus.
Ein konkretes Anwendungsbeispiel nennt Stellantis im
Kundenerlebnis: Fahrer von Peugeot‑Modellen könnten künftig intelligente
Empfehlungen für energieeffizienteres Fahren im Stadtverkehr erhalten, ergänzt
um proaktive Hinweise zum Fahrzeugzustand und Funktions‑Updates.
Cyberabwehr für IT, Werke und Fahrzeuge
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Cybersicherheit. Stellantis
plant den Aufbau eines KI‑gestützten globalen Cyber Defense Centers, das IT‑Systeme,
vernetzte Fahrzeuge, Produktionsstandorte und digitale Produkte abdeckt. Ziel
ist es, Bedrohungen schneller zu erkennen, einheitliche Schutzstandards
umzusetzen und die Reaktionsfähigkeit weltweit zu verbessern.
„Gemeinsam mit Stellantis treiben wir eine
verantwortungsvolle und sichere KI‑Transformation entlang der automobilen
Wertschöpfungskette voran“, betont Judson Althoff, CEO Microsoft Commercial
Business. Die Kombination aus globaler Automotive‑Skalierung und Microsofts
Cloud‑ und Sicherheitsplattformen solle messbaren Mehrwert für Millionen Fahrer
schaffen.
Cloud‑Modernisierung und Copilot
Parallel treibt Stellantis den Umbau seiner IT‑Infrastruktur
voran. Mithilfe von Microsoft Azure soll die On-Premise-Landschaft bis 2029 um
rund 60 Prozent reduziert werden. Die Cloud‑basierte Architektur soll stabile,
skalierbare digitale Services ermöglichen und zugleich die Resilienz von
Produktion und Logistik stärken.
Auch die Belegschaft profitiert von der Partnerschaft.
Stellantis stattet seine Mitarbeiter weltweit mit KI‑Werkzeugen aus: Copilot
Chat ist bereits für alle verfügbar, zusätzlich wurden zunächst 20.000 Lizenzen
für Microsoft 365 Copilot ausgerollt. Ein konzernspezifisches Trainingsprogramm
soll sicherstellen, dass KI‑Funktionen zielgerichtet im Arbeitsalltag
eingesetzt werden.
Mit der vertieften Zusammenarbeit positioniert sich
Stellantis strategisch neu – als software‑ und datengetriebener
Mobilitätsanbieter, der KI nicht nur im Fahrzeug, sondern als durchgängige
Plattformtechnologie versteht.