Autobranche entwickelt verstärkt in China
„China Speed“ ist in der Autoindustrie momentan das Maß der Dinge. Um den zu erreichen, verlagern immer mehr deutsche Autofirmen Entwicklungskapazitäten ins Reich der Mitte.
Autokonzerne wie Volkswagen entwickeln mittlerweile „in China, für China“ - und das schneller und günstiger als anderswo
Volkswagen
Deutsche Automotive-Firmen in China setzen unter dem hohen
Wettbewerbsdruck einer Umfrage zufolge zunehmend auf Forschung und Entwicklung
vor Ort. 73 Prozent von 42 antwortenden Unternehmen aus der Branche forschen
und entwickeln in der Volksrepublik, wie die deutsche Auslandshandelskammer
(AHK) in Peking mitteilte. Gegenüber 2024 sei das ein Plus von vier
Prozentpunkten.
Erste Ergebnisse des alle zwei Jahre erscheinenden Innovationsberichts zeigen
zudem, dass der Anteil jener Firmen aus der Automobilbranche, die in China
nicht nur für den chinesischen Markt, sondern auch die Weltmärkte entwickeln
und forschen, von 12 Prozent auf 33 Prozent stieg. Ab Freitag zeigen Hersteller
aus der ganzen Welt in Peking auf der Branchenmesse Auto China Neuheiten.
Mehr Tempo, weniger Kosten
„Angesichts des zunehmenden Wettbewerbsdrucks und der Notwendigkeit zur
Innovation entwickelt sich der chinesische Markt zu einem wichtigen Testfeld“,
sagte der AHK-Chef für Süd- und Südwestchina, Jan Roennfeld, laut Mitteilung.
Innovationen, die auf dem chinesischen Markt erfolgreich seien, hätten oft gute
Aussichten auf globalen Erfolg, erklärte er.
Zudem sorgt die Lokalisierung von Forschung und Entwicklung in China dem
Bericht zufolge bei 43 Prozent der antwortenden Firmen aus der Automobilbranche
für eine deutlich höhere Innovationsgeschwindigkeit verglichen mit Deutschland.
Parallel sagten 79 Prozent, dass sich damit ihre Kosten reduziert hätten.