Was mich bewegt – Der Automotive-Podcast
Kreislaufwirtschaft: Milliarden-Geschäft für die Autoindustrie?
Volkswagen zerlegt künftig Fahrzeuge in Serie, Stellantis bereitet Komponenten auf und Toyota setzt auf Wiederverwendung statt Verschrottung. Könnte Circular Economy zur nächsten großen Ertragssäule der Autoindustrie werden?
Volkswagen macht die Kreislaufwirtschaft zum Geschäft: Im Werk Zwickau hat der Konzern seine erste industrielle Fahrzeugdemontage gestartet. Ab 2027 sollen dort jährlich mehr als 4.000 Fahrzeuge zerlegt, wiederverwendbare Komponenten vermarktet und wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen werden. Gebrauchte Originalteile, Refurbishment und Recycling sollen dabei nicht nur nachhaltiger sein, sondern auch neue Erlösquellen erschließen. Die Wolfsburger sind damit nicht allein. Auch Stellantis treibt im italienischen Mirafiori den Ausbau von Remanufacturing- und Refurbishment-Geschäften voran, während Toyota im britischen Burnaston verstärkt auf die Wiederverwendung von Fahrzeugteilen und Materialien setzt. Die großen Hersteller eint die gleiche Überzeugung: Wertschöpfung endet künftig nicht mehr mit dem Fahrzeugverkauf.
In dieser Folge von „Was mich bewegt“ diskutieren Pascal und Yannick, warum die Kreislaufwirtschaft gerade vom Nachhaltigkeitsprojekt zum strategischen Geschäftsfeld wird. Welche Rolle spielen Ersatzteile, Remanufacturing und Batterierecycling? Welche Milliardenpotenziale stecken in Altfahrzeugen und -teilen? Und könnte das Geschäft mit wiederaufbereiteten Komponenten künftig ähnlich attraktiv werden wie das klassische Neuwagengeschäft?
Details zu Volkswagens Fahrzeugdemontage in Zwickau
Die Circular-Economy-Studie von BCG und BDI
Krise bei Porsche reißt Milliardenloch in Volkswagens Bilanz
Audis Gewinn bricht um 87 Prozent ein
Folgt „Was mich bewegt“, wenn ihr jeden Montag wissen wollt, was die wichtigsten Entwicklungen der Autoindustrie wirklich bedeuten.
Die Hosts
Pascal Nagel und Yannick Tiedemann sind Journalisten der Fachmedien automotiveIT und Automobil Produktion.
Mehr zu Pascal und Yannick finden Sie auf LinkedIn:
Pascal Nagel
Yannick Tiedemann
Hinweis: Die im Podcast getätigten Aussagen spiegeln die Privatmeinung der Gesprächspartner wider und entsprechen nicht zwingend den Darstellungen des jeweiligen Arbeitgebers