Mitarbeiter in der Lackiererei

Die Mitarbeiter in der Lackiererei können Abweichungen im Lack direkt an der Linie in ein Erfassungssystem eingeben. Alle Daten werden anschließend im „Paintshop-Cockpit“ gebündelt und ausgewertet. Bild: Audi

| von Fabian Pertschy

Bei der Prozessüberwachung in der Lackiererei werden Audi-Mitarbeiter künftig durch eine neue Software unterstützt. Das in Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche am Standort Neckarsulm entwickelte Paintshop Cockpit (PSC) bündelt, sortiert und prüft Daten aus dem Lackiervorgang und hilft dabei, mögliche Abweichungen frühzeitig zu erkennen.

Dafür werden Auffälligkeiten wie kleinste Schmutzpartikel oder Luftbläschen im Lack direkt an der Linie in ein bereits bestehendes IT-System, die so genannte elektronische Wagenbegleitkarte, eingetragen. Die dort gespeicherten Daten werden dann zusammen mit der Schichtzeit, der Lackfarbe und dem Fahrzeugmodell im PSC ausgewertet.

Die permanent vom System aktualisierten Informationen werden regelmäßig kontrolliert, was eine genauere Datenanalyse ermöglicht. In einem nächsten Schritt können die Mitarbeiter gezielt Anpassungen im Lackierprozess vornehmen, beispielsweise die Lackierroboter umprogrammieren.

Die Software soll stetig weiterentwickelt werden und zukünftig in der Lackiererei in Ingolstadt als auch in anderen Fachbereichen zum Einsatz kommen. Speziell die bei Audi bestellbaren Individuallackierungen erhöhen die Herausforderungen beim süddeutschen Autobauer. „Zusammen mit der großen Modellvielfalt am Standort macht das das Lackieren zu einem sehr komplexen Verfahren und erfordert eine besonders gute Prozessüberwachung“, erklärt Martin Kiesbauer, Leiter der Lackiererei in Neckarsulm.

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