Digitale Transformation

BMW und Cognizant beschleunigen Softwaretests mit KI

Cognizant Mobility und BMW bauen ihre langjährige Technologiepartnerschaft aus. Im Fokus stehen KI-gestützte Werkzeuge für Softwareentwicklung, Testprozesse und Datenanalyse, die Abläufe in der Fahrzeugentwicklung deutlich beschleunigen sollen.

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Offener Autokofferraum mit Messgeräten und bunten Kabeln in Laborhalle
Testfahrzeuge liefern große Datenmengen für die Softwareentwicklung. BMW und Cognizant Mobility wollen deren Auswertung mithilfe von Generative AI und Agentic AI deutlich beschleunigen.

Cognizant Mobility und BMW wollen den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Fahrzeugsoftwareentwicklung weiter ausbauen. Nach Angaben des Münchner IT-Spezialisten setzen beide Unternehmen dabei verstärkt auf Generative AI, um Entwicklungsprozesse für neue Fahrzeugsoftware zu verbessern, zu beschleunigen und kosteneffizienter zu gestalten.

Im Mittelpunkt stehen Tool-Landschaften, mit denen Softwarebausteine automatisch generiert und erprobt werden können. Ergänzend kommt ein gemeinsam entwickelter mobiler Datenrecorder zum Einsatz, der in Testfahrzeugen verbaut wird. Das System soll mithilfe künstlicher Intelligenz Fehler in der Fahrzeugsoftware sowie in der Kommunikation zwischen Steuergeräten erkennen.

Datenrecorder verarbeitet natürliche Sprache

Eine zentrale Funktion des Datenrecorders liegt in der Verarbeitung natürlichsprachiger Anweisungen. Entwickler könnten laut Cognizant Mobility Anfragen in Alltagssprache formulieren, aus denen das System automatisierte Datenbankabfragen generiert. Dadurch sollen auch komplexe analytische Aufgaben leichter zugänglich werden. Weitere Fachbereiche könnten so von der Datenanalyse profitieren, ohne tiefgehende Spezialkenntnisse in den zugrundeliegenden Abfragesystemen zu benötigen.

Der Dienstleister hebt vor allem die Effizienzgewinne bei der Datenbeschaffung und Fehleridentifikation hervor. Prozesse, die zuvor mehrere Tage in Anspruch genommen hätten, seien inzwischen auf wenige Minuten verkürzt worden. Die enormen Datenmengen, die in Testfahrzeugen entstehen, würden vom Recorder gesammelt und anschließend KI-gestützt ausgewertet.

KI als nächster Entwicklungsschritt

Jörg Ohlsen, CEO von Cognizant Mobility, bezeichnet den intelligenten Einsatz von Generative AI und Agentic AI in unterschiedlichen Projekten als „nächsten Evolutionsschritt in der Produktentwicklung“. Die Erfahrungen in der Nutzung künstlicher Intelligenz seien inzwischen so umfassend, dass man für BMW-Kunden positive Effekte sowohl bei der Entwicklungsleistung als auch bei der Kostenstruktur erzielen könne.