Ford Autoabo

Ford bietet künftig mehrere Modelle im Auto-Abo an. (Bild: Ford)

Die Vertragsdauer für die Fahrzeugmiete umfasst stets ein Jahr, die möglichen Laufleistungen sind zwischen 10.000 und 30.000 Kilometern gestaffelt. Die monatlich fälligen Kosten des Angebots decken Kfz-Steuer, Zulassungskosten und Rundfunkgebühren ebenso ab wie die jahreszeitgerechte Bereifung. Für Kunden fallen Ausgaben für den Kraftstoff und Betriebsstoffe wie Öl, Kühlflüssigkeit oder AdBlue an.

Interessenten können das Auto-Abo von Ford digital über den Webshop von Fleetpool abschließen, die Auslieferung und Rücknahme der Fahrzeuge erfolgt über teilnehmende Ford-Händler. Diese sollen auch als Ansprechpartner für Service- oder Reparaturmaßnahmen zur Verfügung stehen.

„Im Gegensatz zu den Auto-Abos anderer Hersteller hat Ford von Beginn an großen Wert darauf gelegt, die eigenen Handelspartner in das Ford Auto Abo einzubinden. Genau diesen Ansatz konnte Fleetpool durch eine digitale Eigenentwicklung verwirklichen“, erklärt Fleetpool Deputy-CEO Alexander Kaiser. „Das von uns entwickelte Car Subscription Dealer Management System kombiniert die Vorteile einer digitalen Bestellung mit der Kundennähe zum teilnehmenden Ford-Partner.“ Das von Fleetpool entwickelte Tool übernimmt die Verwaltung der abonnierten Wagen und die Kommunikation mit den teilnehmenden Ford-Partnern. Der Händlerverband des Herstellers sei von Anfang an in die Entwicklung einbezogen worden und konnte so seine eigenen Wünsche einbringen, heißt es bei Ford. Um die Verfügbarkeit der Fahrzeuge sicherzustellen, hat Ford ein eigenes Zentrallager eingerichtet.

Auto-Abos eröffnen Millionenmarkt

Rund jeder dritte Deutsche zeigt laut einer Oliver-Wyman-Studie aus dem vergangenen Jahr Interesse an Auto-Abos. Demnach schätzen Kunden neben einer reibungslosen Onlineabwicklung auch eine möglichst flexible Rückgabe der Fahrzeuge: Für 40 Prozent der Deutschen ist die komplette Digitalisierung des Einkaufs ein wichtiges Argument, 75 Prozent empfinden eine Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten als unattraktiv.

„Für die Hersteller entwickelt sich das Auto-Abo zu einem interessanten Absatzkanal“, sagt Joachim Deinlein, Mobilitätsexperte und Partner bei Oliver Wyman. „Auch wenn das Auto-Abo wohl kein Massenverkaufsmedium werden wird, ist es für die Industrie wegweisend, denn es offenbart wichtige Kundenpräferenzen.“

Abgenommen habe jedoch im vergangenen Jahr die Zahlungsbereitschaft für Auto-Abos: Sieben von zehn Befragten in Deutschland möchten höchstens 300 Euro monatlich bezahlen. Dabei seien Kunden aber durchaus zu Kompromissen bereit: So würden mehr als 80 Prozent der Befragten einen Gebrauchtwagen bei niedrigeren Kosten akzeptieren, und die Mehrheit wäre mit höchstens zwei Fahrzeugwechseln pro Jahr zufrieden. Die Experimentierfreude zeige sich auch beim Antrieb: Ein Viertel der Befragten in Deutschland würde gerne zu einem Elektro- oder Hybridmotor greifen.

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