Eine Befragung im Auftrag von Bosch mit mehr als 11.000 Personen über 18 Jahren in sieben Ländern zeigt: Künstliche Intelligenz ist die Entwicklung sowohl mit dem größten positiven als auch dem größten negativen Einfluss.
Eine Mehrheit glaubt, dass KI die einflussreichste Technologie der kommenden Jahre wird.Bosch
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Das Thema Künstliche Intelligenz ist in der Gesellschaft angekommen und nicht mehr wegzudenken. Eine Mehrheit glaubt, dass KI die einflussreichste Technologie der kommenden Jahre wird und von allen Technologien den größten positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben wird. Dies ist eines der Resümees des diesjährigen Bosch Tech Compass, für den das Unternehmen die Gesellschaft für Innovative Marktforschung mbH (GIM) im Herbst 2025 insgesamt mehr als 11.000 Personen über 18 Jahren in sieben Ländern befragen ließ.
Wichtiges Thema der Gegenwart, umso wichtigeres Thema der Zukunft: Künstliche Intelligenz.Bosch
Den Befragten zufolge wird KI nicht nur die einflussreichste Technologie der kommenden zehn Jahre sein, sondern auch die mit dem größten positiven Einfluss auf die Gesellschaft. Davon gehen 43 Prozent weltweit aus. Mit klarem Abstand dahinter folgen Biotechnologie und Climate Engineering, denen 36 Prozent beziehungsweise 32 Prozent einen besonders positiven Einfluss zutrauen. Mehr als die Hälfte aller Befragten weltweit fühlt sich bereit für die Veränderungen durch KI. Allerdings zeichnet sich auch eine gewisse Fortschrittsmüdigkeit ab: 57 Prozent wünschen sich zugleich einen Pause-Knopf und würden gerne die technologische Entwicklung bremsen, bis ihre Auswirkungen besser verstanden werden. Denn auch bei den negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft rangiert KI ganz oben vor allen anderen Technologien und wird von 34 Prozent genannt. Humanoide Roboter und selbstfahrende Fahrzeuge folgen dahinter.
Mehr als die Hälfte aller Befragten weltweit fühlt sich bereit für die Veränderungen durch KI. Allerdings wünschen sich 57 Prozent zugleich einen Pause-Knopf und würden die technologische Entwicklung gerne bremsen, bis man ihre Auswirkungen besser versteht.Bosch
Am skeptischsten sind die Menschen in Frankreich und Deutschland
77 Prozent der Befragten in Deutschland sehen in KI die einflussreichste Technologie der kommenden zehn Jahre, allerdings glauben nur 59 Prozent, dass Technologie die Welt besser machen wird – lediglich in Frankreich (53 Prozent) sind die Menschen noch skeptischer. Wie Bosch mitteilt, könnte die Skepsis der Deutschen zwei Ursachen haben: Denn nur 30 Prozent der Befragten in Deutschland sagen, dass das Bildungssystem innovatives Denken bei ihnen gefördert habe, und nur 23 Prozent finden, dass die Regulierung im Land Innovation erfolgreich fördere – in beiden Punkten sei Deutschland damit Schlusslicht. Ein weiterer Aspekt: 59 Prozent der Befragten weltweit würden ihr Kind ermutigen, die Hochschule zu überspringen und ein Start-up zu gründen, wenn dieses eine bahnbrechende Idee hätte. Diesen Mut zum Risiko teilen nur 52 Prozent der deutschen Befragten.
„Die Ergebnisse des Bosch Tech Compass deuten darauf hin, dass wir in Deutschland die gesellschaftliche Akzeptanz für Innovationen steigern müssen“, sagt Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Tanja Rückert, Mitglied der Geschäftsführung und CDO der Robert Bosch GmbH, erachtet es als nicht überraschend, „dass die Zahl der Menschen, die KI als die einflussreichste Technologie unserer Zukunft sehen, in nur drei Jahren weltweit von 41 Prozent auf 70 Prozent in die Höhe geschnellt
ist.“ Sie erkennt einen klaren Auftrag dafür, dass Innovation mit Verantwortung einhergehen muss: „Gerade beim Thema KI ist es daher wichtig, dass wir weltweit Regeln für eine vertrauenswürdige KI einführen. Gleichzeitig muss vermieden werden, dass die Entwicklung und Nutzung von KI durch Überregulierung beschnitten wird.“
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In Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich nahmen Bosch zufolge jeweils 1.000 Personen an der Befragung teil, in Brasilien, China, Indien und den USA jeweils 2.000 Personen.