automotiveIT Kongress 2026
IT-Strategien entlang der automobilen Wertschöpfung
Die digitale Transformation der Automobilindustrie soll Kosten senken, Komplexität beherrschbar machen und zugleich neue Geschäftsmodelle ermöglichen. An jenem Spannungsfeld setzt der automotiveIT Kongress am 14. Oktober 2026 im Maritim Hotel Ingolstadt an.
Blick zurück nach vorn: Auf der Bühne des automotiveIT Kongresses 2025 wurde bereits deutlich, wie strategisch IT für die Transformation der Autobranche geworden ist. 2026 rückt diese Rolle in Ingolstadt weiter in den Fokus.
Marko Priske
Auf dem automotiveIT Kongress 2025 wurde deutlich, wie stark IT inzwischen in das Zentrum der automobilen Transformation gerückt ist. Damals ging es um Kostendruck, Cloud-Strategien, KI, Fusionen, neue Organisationsmodelle und die Frage, wie CIOs in unsicheren Zeiten handlungsfähig bleiben. Die IT zeigte sich dabei weniger als klassische Unterstützungsfunktion, vielmehr als strategisches Werkzeug, mit dem Automobilhersteller und Zulieferer Komplexität reduzieren, Geschwindigkeit gewinnen und neue Geschäftsmodelle vorbereiten.
Der diesjährige automotiveIT Kongress knüpft an genau diese Entwicklung an – rückt den Blick aber noch stärker auf die gesamte Wertschöpfungskette. Am 14. Oktober 2026 treffen sich im Maritim Hotel Ingolstadt CIOs, CDOs, CTOs, IT-Leiter, Enterprise-Architekten sowie Verantwortliche für Software, Data, Cloud und Security. Das Programm folgt der Leitfrage: Wie wird IT zum strategischen Hebel für Entwicklung, Produktion, Logistik, Vertrieb und Aftersales?
Der Kongress setzt dabei auf ein Programm, das die großen Schlagworte der Branche nicht isoliert behandelt. KI steht im Kontext von Datenqualität und Governance. Cloud wird mit Skalierbarkeit, Souveränität und Business Continuity verknüpft. Das Software-Defined Vehicle erscheint als Teil einer größeren Software-Wertschöpfung. Und Legacy-Modernisierung wird nicht als technisches Aufräumprojekt verstanden, sondern als Voraussetzung dafür, dass Unternehmen überhaupt schneller, resilienter und integrierter arbeiten können.
Welche Themen prägen den automotiveIT Kongress 2026?
Der Vormittag beginnt mit dem strategischen Kern des Kongresses: „IT as Business Strategy: Wie die automotive IT zum Wettbewerbsfaktor wird“. Die Session fragt, wie IT-Organisationen in der Automobilindustrie ihre Rolle neu definieren. Cloud-Plattformen, Datenarchitekturen, Cybersecurity, KI und Softwarekompetenz entscheiden zunehmend darüber, wie schnell Unternehmen auf Marktanforderungen reagieren können. Im Mittelpunkt steht deshalb die Entwicklung vom internen Service Provider zum Business Enabler.
Bestätigt sind für diesen Block unter anderem Frank Loydl, Chief Information Officer der Audi AG, Dr. Franz Decker, CIO & Senior Vice President BMW Group IT, Raphael Viard, Chief Digital Information Officer bei Forvia, sowie Dr. Julian Raabe, SVP Automotive & Manufacturing bei T-Systems International. Damit bringt die Session Perspektiven von OEMs, Zulieferern und Technologiepartnern zusammen – und adressiert eine Frage, die viele Unternehmen derzeit beschäftigt: Welche IT-Strategien sind tragfähig, wenn Wettbewerbsdruck, Kostendisziplin und Innovationsbedarf gleichzeitig steigen?
Im Anschluss folgt mit „Modernising Legacy: Wie gewachsene IT-Landschaften zukunftsfähig werden“ ein Thema, das in vielen Unternehmen weniger glamourös klingt als KI, für die Transformation aber entscheidend ist. Historisch gewachsene IT-Strukturen, monolithische Systeme und technische Schulden bremsen häufig genau dort, wo Geschwindigkeit gefragt wäre. Die Session zeigt, wie sich unternehmenskritische Systeme modernisieren lassen, ohne das operative Geschäft zu gefährden. Im Fokus stehen APIs, Microservices, Plattformarchitekturen und die Steuerung von IT-Transformation im laufenden Betrieb.
Deep Dives im Silent-Conferencing-Format
Zur Mittagszeit wechseln die Teilnehmenden in die Deep Dives im Silent-Conferencing-Format. Inhaltlich geht es um konkrete Anwendungsfelder der Automotive-IT, etwa Smart Production, Software-Defined Vehicles, Customer Centricity, Supply Chain und AI-ready Infrastructure.
Damit verlagert der Kongress den Blick von der übergeordneten IT-Strategie auf operative Transformationsfelder: Wie werden Werke effizienter und resilienter? Wie lässt sich das Software-Defined Vehicle skalieren? Wie wird Kundenzentrierung über den Verkauf hinaus messbar? Wie werden Lieferketten handlungsfähiger? Und welche Infrastruktur braucht KI, damit sie aus dem Pilotstatus herauskommt?
Welche Rolle spielen Daten, KI und Governance?
Nach den Deep Dives rückt der Kongress Daten, KI und Governance in den Mittelpunkt. Die Session „Data, AI & Governance: Die neue Steuerungslogik der Automobilindustrie“ greift eine Erfahrung auf, die viele Unternehmen inzwischen gemacht haben. KI entfaltet ihren Wert erst dann, wenn Datenarchitekturen, Verantwortlichkeiten, Qualität, Verfügbarkeit, Sicherheit und Compliance zusammenspielen.
Daten entstehen entlang der gesamten automobilen Wertschöpfung – in der Entwicklung, in Produktionssystemen, in Lieferketten, im Fahrzeug, im Handel und im Aftersales. Wer daraus datengetriebene Entscheidungen ableiten will, muss Silos überwinden und Standards schaffen. Die Session fragt deshalb, wie sich Daten strategisch nutzbar machen lassen, welche Governance-Strukturen KI-Skalierung ermöglichen und welche Rolle Datenräume, Plattformen und gemeinsame Standards spielen.
Bestätigt ist für den Nachmittag unter anderem Daniel Eitler, Vice President für KI, Daten und Cybersicherheit der Mercedes-Benz Group AG. Sein Themenfeld zeigt, wie eng KI, Daten und Security inzwischen zusammengehören.
Resilienz wird zur CIO-Aufgabe?
Ein weiterer Schwerpunkt auf dem automotiveIT-Kongress 2026 ist „Resilient IT: Cybersecurity, Souveränität und operative Stabilität“. Je stärker Fahrzeuge, Fabriken, Lieferketten und Kundenschnittstellen vernetzt sind, desto strategischer wird IT-Widerstandsfähigkeit. Cybersecurity, Cloud-Souveränität, regulatorische Anforderungen und Business Continuity beeinflussen heute Architektur-, Plattform- und Investitionsentscheidungen.
Zum bestätigten Line-up des Nachmittags gehören neben Daniel Eitler auch Matthias Müller, CIO von Bentley Motors Ltd., sowie Thorsten Pache, CIO von Aumovio.
Der Abschlussblock „Strategic IT Outlook“ bündelt die Perspektiven auf die nächste Transformationsphase: Welche Technologien werden skaliert, welche Architekturen tragen langfristig, und wie werden digitale Fähigkeiten organisatorisch verankert?
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