
Eine Kooperation mit Epic Games soll das Grafik-Rendering im Infotainment von Volvo beschleunigen. (Bild: Volvo)
Die Unreal Engine wird vor allem zur Erstellung von Echtzeit-3D-Grafiken in Videospielen genutzt, ihre Premiere feierte die Technologie 1998 im First-Person-Shooter Unreal. Bei Volvo soll die Plattform für digitale Schnittstellen im Fahrzeug und das Rendering von Echtzeitgrafiken eingesetzt werden.
Volvo ist nach eigenen Angaben der erste Automobilhersteller, der die Technologie des Fortnite-Entwicklers Epic Games einsetzt, um die Mensch-Maschine-Schnittstelle im Fahrzeug zu optimieren. Zunächst soll sich die Entwicklung auf das Driver Information Module (DIM) im Infotainment der schwedischen Modelle konzentrieren. Für kommende Fahrzeuggenerationen verspricht sich Volvo schärfere Renderings, neue 3D-Animationen sowie eine bessere Farbdarstellung.
„Wir wollen unseren Kunden das bestmögliche Benutzererlebnis bieten und sie bei einem sicheren Fahren unterstützen. Dazu brauchen wir eine reichhaltige, einnehmende und reaktionsschnelle Visualisierung in unseren Fahrzeugen“, sagt Henrik Green, Chief Product Officer bei Volvo Cars. „Dies erreichen wir mit der Unreal Engine. Sie macht es noch angenehmer, Zeit in einem Volvo zu verbringen.“
Die nächste Modellgeneration von Volvo soll die Unreal Engine in Kombination mit der dritten Generation der Snapdragon-Cockpit-Plattform von Qualcomm nutzen. Das neue Infotainmentsystem soll dann mehr als doppelt so schnell sein wie aktuelle Systeme, verspricht der Autobauer. Ein erstes Elektro-Modell mit den neuen Systemen soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden.
Sie möchten gerne weiterlesen?
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos:
Sie sind bereits registriert?
Hier anmeldenAktuelle Beiträge

„Dem Kunden ist es egal, woher die Software stammt“
Seitdem Magnus Östberg letzten September die Rolle als Chief Software Officer bei Mercedes-Benz eingenommen hat, wurden viele Weichen für die Zukunft gestellt: Das softwaredefinierte Fahrzeug soll in den Mittelpunkt des Handelns gestellt werden.Weiterlesen...

„Die Konsolidierung wird weiter voranschreiten“
Für Autoexperte Stefan Bratzel ist klar: Die Transformation der Autoindustrie wird zu einigen unschönen Verwerfungen führen. Autobauer müssten daher bei Software oder Elektromobilität Fahrt aufnehmen, um die eigene Zukunftsfähigkeit zu garantieren.Weiterlesen...

„Security wird zu oft als Verhinderer gesehen"
Die Digitalisierung im Eiltempo hat ihre Tücken: Sie entwickelt sich meist schneller, als Security-Konzepte mithalten können. ISG-Experte Roger Albrecht erklärt, wie Firmen auf diese komplexen Anforderungen reagieren können.Weiterlesen...

„Lidar wird in der Zukunft nur noch eine Nische darstellen“
Einst ging Tesla mit seinem Lidar-Verzicht beim autonomen Fahren einen Sonderweg. Durch die neuen Möglichkeiten eines 4D Imaging Radar könnte die Strategie jedoch bald Nachahmer finden, erläutert Matthias Feulner, ADAS-Experte von NXP.Weiterlesen...

„Es wird keine Trennung zwischen IT und OT mehr geben"
Der Amtsantritt von Hanna Hennig als IT-Chefin von Siemens war turbulent: Es galt, die Folgen der Coronapandemie zu managen sowie neue Cloud- und Security-Konzepte auf den Weg zu bringen. automotiveIT gewährt sie einen Einblick in ihre Agenda.Weiterlesen...
Diskutieren Sie mit