Neue Allianzen angekündigt

Uber beendet Robotaxi-Partnerschaft mit Waymo in Phoenix

Uber und Waymo gehen in Phoenix getrennte Wege: Die gemeinsame Robotaxi-Offensive im US-Bundesstaat ist offenbar beendet. Während Waymo seine Flotte für neue Dienste einsetzt, sucht Uber weitere Partner, um seine Plattformstrategie im Robotaxi-Markt auszubauen.

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Waymo-Robotaxis konnten in Phoenix, Arizona, seit 2023 auch über die Uber-App geordert werden.

Die Zusammenarbeit von Uber und Waymo in Phoenix ist offenbar beendet. Der Fahrdienstvermittler hat sein gemeinsames Robotaxi-Angebot mit der Google-Schwester eingestellt und kündigt stattdessen eine neue Partnerschaft mit einem bislang unbekannten Anbieter autonomer Fahrzeuge an. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf Unternehmensangaben.

Phoenix im US-Bundesstaat Arizona war der erste Markt, in dem Waymo bereits 2020 kostenpflichtige fahrerlose Fahrten über die eigene App angeboten hatte. Drei Jahre später vereinbarten Uber und Waymo eine mehrjährige Kooperation, in deren Rahmen ausgewählte Waymo-Fahrzeuge auch über die Uber-App gebucht werden konnten. Die Fahrzeuge kamen sowohl für Personenfahrten als auch für Essenslieferungen zum Einsatz.

Laut Uber handelte es sich in Phoenix bewusst um ein begrenztes Pilotprogramm mit etwas mehr als einem Dutzend Fahrzeugen. Der Fahrdienst wurde nach Angaben von Waymo bereits im vergangenen Monat eingestellt. Die Zusammenarbeit im Liefergeschäft war schon im Mai 2025 ausgelaufen. „Dies war ein erfolgreiches Pilotprojekt, das den Weg für künftige Expansionen und Partnerschaften weltweit geebnet hat,“ sagte ein Uber-Sprecher gegenüber Bloomberg.

Waymo setzt Flotte anderweitig ein

Die freiwerdenden Fahrzeuge sollen wieder vollständig in die eigene Flotte integriert werden. Waymo will sie unter anderem für neue Lieferdienste sowie für Kooperationen im öffentlichen Nahverkehr nutzen. Fahrgäste in Phoenix können Robotaxis weiterhin direkt über die Waymo-App buchen.

Branchenbeobachter hatten das Ende der Kooperation bereits vermutet, nachdem Nutzer festgestellt hatten, dass Waymo-Fahrzeuge nicht mehr über die Uber-App in Phoenix verfügbar waren. Die Zusammenarbeit bleibt allerdings in anderen Städten bestehen: In Austin und Atlanta können Kunden weiterhin Waymo-Fahrzeuge über Uber bestellen.

Die Entwicklung verdeutlicht die komplexe Beziehung zwischen beiden Unternehmen. Während Uber und Waymo in Austin und Atlanta kooperieren, tritt Waymo in anderen Märkten zunehmend eigenständig auf und konkurriert dort direkt mit Ride-Hailing-Anbietern um Fahrgäste. Zudem bereitet Waymo den Einsatz neuer Robotaxi-Fahrzeuge auf Basis der Zeekr-Plattform vor und treibt seine Expansion in weitere Metropolregionen voran. Nach Unternehmensangaben umfasst die Flotte mittlerweile rund 4.000 Fahrzeuge, die jede Woche mehr als 500.000 Fahrten durchführen.

Uber baut Robotaxi-Netzwerk weiter aus

Dazu hat Uber in den vergangenen Monaten eine Reihe neuer Partnerschaften geschlossen. Zu den Kooperationspartnern zählen unter anderem Zoox, Nuro, WeRide, Baidu und Volkswagen. Zudem kündigte Uber jüngst an, gemeinsam mit Nvidia ein Ökosystem für autonome Fahrzeuge aufzubauen. Langfristig sollen bis zu 100.000 Robotaxis auf der Plattform verfügbar sein. Erste Fahrzeuge auf Basis der Nvidia-Plattform werden ab 2027 erwartet, darunter mindestens 5.000 autonome Fahrzeuge von Stellantis. Auch Mercedes-Benz und Lucid arbeiten an kompatiblen Fahrzeugen.

Bereits zuvor hatte Uber den Plan vorgestellt, zusammen mit Lucid in den kommenden Jahren mindestens 20.000 Robotaxis auf die Straße zu bringen. Die Strategie zeigt: Uber setzt zunehmend auf die Rolle eines Plattformbetreibers, der autonome Flotten unterschiedlicher Anbieter bündelt, statt selbst die Technologie für autonomes Fahren zu entwickeln.

Dass die Partnerschaft mit Waymo in Phoenix endet, dürfte deshalb weniger als Rückschlag denn als weiterer Schritt in der Neuordnung des Robotaxi-Marktes zu verstehen sein. Während Waymo seine Expansion mit eigener Marke vorantreibt, sucht Uber nach zusätzlichen Partnern, um sein Netzwerk autonomer Mobilitätsdienste möglichst breit aufzustellen.