Eine neue Entwicklungspartnerschaft von Forvia Hella und Distance Technologies zielt auf ein spiegelfreies 3D-AR-Head-up-Display. Das System soll Navigations- und Fahrhinweise räumlich darstellen und zugleich den Bauraumbedarf im Cockpit reduzieren.
Ronja SchmiedchenRonjaSchmiedchenRedaktion, Social Media & Moderation
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Das 3D-AR-Head-up-Display soll virtuelle Fahrinformationen räumlich in die reale Umgebung einbetten.Forvia Hella
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Forvia Hella und das finnische Start-up Distance Technologies wollen gemeinsam ein spiegelfreies 3D-AR-Head-up-Display für Fahrzeuge entwickeln. Begleitet wird die Kooperation von einer Investition der Venture-Einheit Hella Ventures in das Technologieunternehmen. Angaben zur Höhe der Beteiligung machte der Automobilzulieferer nicht. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht ein Displaykonzept, das dreidimensionale Inhalte direkt in das Sichtfeld des Fahrers projizieren soll. Virtuelle Informationen sollen sich dabei räumlich mit der Umgebung überlagern. Vorgesehen sind unter anderem Hinweise für Navigation, Spurführung und Gefahrenstellen. Anders als herkömmliche Head-up-Displays soll die geplante Lösung ohne integrierte Spiegel auskommen. Nach Angaben von Forvia Hella verringere dieser Ansatz den benötigten Bauraum. Für Fahrzeughersteller könnte das insbesondere bei der Integration umfangreicher Displaytechnik in kompakte Cockpitarchitekturen relevant werden.
Software soll dargestellte Inhalte flexibel halten
Die Inhalte auf dem 3D-AR-Display sollen sich softwareseitig anpassen lassen. Forvia Hella sieht darin die Möglichkeit, Funktionen und Darstellungen nachträglich über Software-Updates zu verändern. Neben Fahrinformationen könnten auch Anwendungen für Unterhaltung und videobasierte Kommunikation auf der virtuellen Anzeigefläche dargestellt werden. Für Fahrer kämen solche Funktionen laut Unternehmen in hochautomatisierten Fahrsituationen infrage.
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Die räumliche Tiefendarstellung soll dabei den Eindruck vermitteln, dass Hinweise an einer bestimmten Position in der realen Umgebung liegen. Navigationsinformationen könnten beispielsweise unmittelbar auf einer Fahrspur oder im Bereich einer Ausfahrt erscheinen. Damit unterscheidet sich das Konzept von klassischen HUD-Anwendungen, bei denen Informationen üblicherweise als zweidimensionale Anzeige eingeblendet werden.
Forvia Hella steuert nach eigenen Angaben seine Erfahrung in Fahrzeugelektronik, Lichttechnik und optischen Systemen bei. Hinzu kommen Kompetenzen bei Entwicklung und Industrialisierung von Komponenten für den Serieneinsatz. Distance Technologies bringt seine Technologie für rechnergestützte Optik und dreidimensionale Lichtfelder sowie Know-how im Bereich Embedded Software in das Projekt ein. Das finnische Unternehmen arbeitet an Displaytechnologien, mit denen digitale Informationen räumlich in das Sichtfeld von Nutzern eingebunden werden können. Für die geplante Automotive-Lösung soll insbesondere die 3D-Lichtfeldtechnik von Distance Technologies eingesetzt werden.
Forvia-CIO Viard auf dem automotiveIT Kongress 2026
Wie Forvia digitale Technologien und IT auf Konzernebene strategisch einordnet, wird auch auf dem automotiveIT Kongress 2026 Thema sein. Raphaël Viard, Senior Vice President und Chief Digital & Information Officer von Forvia, spricht dort am 14. Oktober 2026 um 9:35 Uhr über die IT-Strategie des Automobilzulieferers. Viard verantwortet die globale digitale Transformation und Technologiestrategie des Konzerns. Damit ergänzt sein Vortrag die technologische Perspektive aus Projekten wie der Entwicklung des 3D-AR-Head-up-Displays um den Blick auf die übergeordnete digitale Ausrichtung des Unternehmens. 🎫 Jetzt Ticket sichern!
Serienproduktion als langfristiges Ziel
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Beide Unternehmen richten die Kooperation auf eine spätere Nutzung in Serienfahrzeugen aus. Distance-CEO und Mitgründer Urho Konttori erklärte, die Partner arbeiteten daran, eine neue Generation von AR-Head-up-Displays in die Serienproduktion zu überführen. Einen konkreten Zeitplan für einen möglichen Serienstart nannten die Unternehmen bislang nicht. Für Forvia Hella verbindet das Projekt zugleich mit dem Ausbau seines Portfolios für digitale Cockpitlösungen. Die Beteiligung über Hella Ventures unterstreicht dabei, dass der Zulieferer neben der gemeinsamen Entwicklung auch finanziell auf die Technologie von Distance Technologies setzt.