Cloud Computing prägt immer mehr Bereiche der automobilen Wertschöpfung. OEMs und Zulieferer nutzen die Cloud für Entwicklung, Produktion, ERP, Datenanalyse und KI und setzen dabei auf unterschiedliche Plattformen und Partner.
Dr. Martin LargeDr. MartinLargeCvD Online all-electronics.de / Redakteur aIT/AP
7 min
Cloud Computing ist in der Autoindustrie längst in vielen Bereichen angekommen. Beispiele von VW, Mercedes-Benz, Bosch, BMW oder Forvia zeigen, wie unterschiedlich OEMs und Zulieferer die Cloud für Entwicklung, Produktion, ERP, Daten und KI einsetzen.svastix – Adobe Stocj
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"Die Cloud" ist eines dieser IT-Themen, das lange ziemlich abstrakt wirkte. Rechenleistung und Speicher wanderten aus dem eigenen Rechenzentrum "in den Himmel" zu großen Anbietern. Nach ersten vorsichtigen Schritten steckt Cloud Computing heute in der Fahrzeugentwicklung, in Fabriken, ERP-Systemen und digitalen Diensten und wird immer stärker zur technischen Grundlage für Datenanalyse und KI.
Wie weit dieses Spektrum inzwischen reicht, zeigt beispielsweise eine im Januar 2026 veröffentlichte Analyse von Frost & Sullivan zur Automotive Cloud. Die Marktforscher betrachten Cloud Computing über drei Ebenen hinweg: Fahrzeug, Unternehmens-IT und Produktion. Als zentrale Anwendungsfelder nennt die Untersuchung unter anderem Forschung und Entwicklung, Smart Manufacturing und digitale Zwillinge, Connected-Car-Dienste, OTA-Updates, generative KI und Infotainment. Die Analyse sieht Cloud-Technologien inzwischen als strategischen Enabler für neue Geschäftsmodelle und schnellere Entwicklungsprozesse.
Auch die Fahrzeugentwicklung erhöht den Bedarf an skalierbarer IT. Für den „Automotive Engineering and R&D Pulse 2026“ befragte Capgemini 200 Führungskräfte aus dem weltweiten Automotive Engineering, darunter OEMs und Tier-1-Zulieferer. 89 Prozent berichten von gestiegenen Engineering-Kosten innerhalb der vergangenen drei Jahre. Nach Einschätzung vieler Befragter müssen Entwicklungskosten in den kommenden Jahren um 15 bis 20 Prozent sinken und Entwicklungszeiten um 10 bis 15 Prozent kürzer werden. Capgemini zählt standardisierte Daten, cloud-native Plattformen, DevOps und digitale Zwillinge zu den technischen Grundlagen, um Entwicklungsarbeit schneller und verteilt organisieren zu können.
Wo Cloud Computing in der Autoindustrie heute steckt
Wie breit Cloud Computing inzwischen in der Branche verankert ist, zeigt sich an den konkreten Einsatzfeldern. Sie reichen von klassischen Geschäftsanwendungen bis in die Fahrzeug- und Produktionsentwicklung. ERP, Finance, CRM und andere Core-Systeme werden zunehmend als Cloud-Service betrieben. Im Engineering liefern Cloud-Ressourcen Rechenleistung für Builds, Simulationen und virtuelle Tests. Software-in-the-Loop und virtuelle Steuergeräte verringern dabei die Abhängigkeit von verfügbarer Hardware und unterstützen automatisierte Entwicklungs- und Testketten.
Auch beim Software-defined Vehicle gewinnt die Cloud an Bedeutung. Eine 2026 veröffentlichte Omdia-Umfrage im Auftrag von Sonatus unter 559 Automotive-Fachleuten aus sieben Ländern zeigt, dass der Anteil der Befragten mit bereits eingesetzten containerisierten Anwendungen gegenüber 2025 um zehn Prozent gestiegen ist. Die Studienautoren sehen darin einen Trend zu flexibleren cloud-nativen Architekturen.
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Cloud Computing wird in der Autoindustrie zunehmend zur verbindenden Infrastruktur zwischen IT, Entwicklung, Produktion und Fahrzeug. Die Spannbreite reicht von ERP und Softwaretests über digitale Zwillinge und Produktionsplattformen bis zu vernetzten Diensten, Datenanalyse und KI.weerasak – Adobe Stock
Parallel wächst die Bedeutung der Cloud in Produktion und Lieferkette. Daten aus Maschinen, Anlagen und Logistik lassen sich zentral zusammenführen, Anwendungen werksübergreifend ausrollen und größere Datenbestände für Analytics und KI nutzen. Datenräume wie Catena-X ermöglichen zudem einen standardisierten Datenaustausch entlang der automobilen Lieferkette, etwa für Kapazitätsmanagement, Qualität oder Rückverfolgbarkeit. Gleichzeitig wachsen Cloud und Edge enger zusammen: Rechenintensive Analysen können zentral erfolgen, während zeitkritische Aufgaben näher an Maschine oder Fahrzeug verbleiben.
Auch aktuelle Automotive-Softwareanalysen weisen in diese Richtung. Für den im September veröffentlichten „SDV Software Ecosystem Index 2026“ hat Counterpoint Research 30 Unternehmen anhand von 26 Kriterien untersucht. Bewertet wurden unter anderem Software für das Fahrzeug, Entwicklungs- und Testwerkzeuge, Virtualisierung und Containerisierung, cloud-native Entwicklung, Cybersecurity sowie Partnerschaften. Die Anbieter richten ihre Lösungen demnach zunehmend auf standardisierte Produkte und klar definierte SDV-Anwendungsfälle aus. Beim Verhältnis zwischen standardisierten und kundenspezifischen Angeboten erreichen sie im Durchschnitt 65 von 100 Punkten, wobei 50 für eine ausgeglichene Mischung steht. Gleichzeitig gehören cloudbasierte Entwicklung und Tests vor Verfügbarkeit realer Fahrzeughardware bei vielen der untersuchten Anbieter inzwischen zum Portfolio. Dazu zählen virtuelle Entwicklungsumgebungen sowie Prozesse vom Software-in-the-Loop- bis zum Hardware-in-the-Loop-Test. Nahezu alle untersuchten Unternehmen unterstützen zudem CI/CD/CT-Pipelines für die kontinuierliche Integration, Prüfung und Bereitstellung von Software.
Ein Blick in die Geschichte: Von Telematik zur Automotive Cloud
Einen eindeutig belegten ersten Cloud-Einsatz in der Autoindustrie gibt es kaum. Viele technische Vorläufer entstanden, bevor sich der Begriff Cloud Computing überhaupt durchgesetzt hatte. Ein frühes Beispiel ist General Motors mit OnStar. Das 1996 eingeführte (und 2020 abgelöste) Telematiksystem verband Fahrzeuge bereits mit externen Diensten und Servicezentren. OnStar selbst bezeichnet die 2006 eingeführte Turn-by-Turn-Navigation rückblickend als cloudbasierten Dienst.
Auch in der Unternehmens-IT zeichneten sich entsprechende Konzepte früh ab. BMW setzte Anfang der 2000er-Jahre gemeinsam mit HP auf „Storage on Demand“. Speicherressourcen konnten dabei je nach Bedarf bereitgestellt und nach Nutzung abgerechnet werden. Damals sprach die IT-Branche allerdings noch eher von Utility oder On-Demand Computing als von Cloud Computing.
Klar als Cloud-Anwendung dokumentiert ist ein Projekt von Daimler und Microsoft aus dem Jahr 2010. Für den Smart Fortwo Electric Drive entwickelten beide Unternehmen ein Webportal auf Microsoft Azure. Fahrer konnten darüber unter anderem den Ladezustand und den Standort des Elektroautos abrufen. 2011 kündigten Toyota und Microsoft anschließend eine globale Telematikplattform auf Windows Azure an, die zunächst für Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge vorgesehen war.
Cloud-Strategien werden zum Plattform-Puzzle
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Die zunehmende Zahl der Anwendungen verändert auch die Partnerlandschaft. Eine einzige Plattform deckt selten alle Anforderungen eines internationalen Automobilkonzerns gleich gut ab. Enterprise-IT, Engineering, Produktion, Fahrzeugdaten oder regionale Anwendungen stellen unterschiedliche Anforderungen an Skalierung, Software-Ökosysteme, Latenz und bestehende IT-Landschaften.
Frost & Sullivan beschreibt in seiner Automotive-Cloud-Analyse von 2026 deshalb einen zunehmend anwendungsbezogenen Ansatz. OEMs kombinieren demnach unterschiedliche Cloud-Anbieter und richten ihre Plattformlandschaften stärker nach Workloads, Regionen und vorhandenen Technologie-Ökosystemen aus. AWS, Microsoft Azure und Google Cloud prägen vor allem Europa und Nordamerika, während in China Anbieter wie Alibaba, Tencent und Huawei eine größere Rolle spielen.
Die Auswahl der Cloud wird damit stärker zu einer strategischen Architekturentscheidung. Neben technischen Kriterien beeinflussen auch die Integration bestehender Systeme, regionale Anforderungen und die verfügbaren Partnerökosysteme, welche Plattform für einen bestimmten Workload eingesetzt wird. Cloud-Strategien entwickeln sich deshalb zunehmend zu einem Portfolio aus mehreren Anbietern, eigenen Infrastrukturen und spezialisierten Softwareplattformen.
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Die folgenden Projekte von OEMs und Zulieferern zeigen, wie unterschiedlich solche Strategien in der Praxis aussehen.
Volkswagen verteilt Workloads auf mehrere Cloud-Partner
In den Volkswagen-Werken unterstützt die Digitale Produktionsplattform den KI-gestützten Fertigungsprozess – von der Montage bis zur Logistik.Volkswagen
Parallel bleibt AWS ein wichtiger Partner für die Produktion. Volkswagen und Amazon Web Services verlängerten 2025 ihre Zusammenarbeit an der Digitalen Produktionsplattform DPP um weitere fünf Jahre. Die Plattform verbindet Datenflüsse vom Auftragseingang über die Logistik bis zur Fertigung. Zum damaligen Stand waren 43 von 114 Produktionsstandorten angebunden. Volkswagen sieht die DPP zugleich als wichtige Grundlage für den Einsatz von KI. Konzernweit waren nach Unternehmensangaben mehr als 1.200 KI-Anwendungen im Einsatz.
Auch in der Fahrzeugentwicklung kommt eine eigene Cloud-Lösung zum Einsatz. Volkswagen vereinbarte Anfang 2025 eine langfristige Zusammenarbeit mit Dassault Systèmes. Dessen 3DExperience-Plattform soll in der Cloud als zentrale Entwicklungsumgebung für Ingenieure und Designer mehrerer Konzernmarken dienen und unter anderem die virtuelle Fahrzeugentwicklung unterstützen.
automotiveIT Kongress 2026
Am 14. Oktober 2026 geht Deutschlands größtes Branchentreffen der Automobil- und IT-Industrie in Ingolstadt in die nächste Runde. CIOs und IT-Experten stellen dort ihre Strategien und Projekte vor. Erleben Sie spannende Vorträge, Paneldiskussionen, Insights auf unseren Deep Dive-Bühnen, die Verleihung der nächsten IT Team Awards und natürlich das Networking mit der Community hautnah.
Mercedes verbindet Business-IT und Produktion mit der Cloud
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Auch Mercedes-Benz setzt abhängig vom Einsatzgebiet auf unterschiedliche Partner. Anfang 2025 erweiterte der Autobauer seine Zusammenarbeit mit SAP. Über Rise with SAP sollen zentrale Business-Anwendungen auf AWS migriert werden. Dazu gehören Systeme für die Teilelogistik der Pkw-Werke, das weltweite Ersatzteilmanagement, Finance sowie Accounting-Anwendungen von Mercedes-Benz Mobility. Für diese SAP-Workloads entschied sich Mercedes für AWS als Cloudanbieter.
In der Produktion spielt dagegen Microsoft eine wichtige Rolle. Microsofts Automotive Industry Lead Joachim Franz erläuterte in einem Interview, dass der Softwarekonzern Mercedes beim Aufbau und bei der Weiterentwicklung der Datenplattform MO360 unterstützt. Microsoft stellt dabei unter anderem Technologien für die Maschinenvernetzung, die Datenplattform und Zugriffsschichten bereit. Darauf aufbauend entstehen Anwendungen für die digitale Produktion und KI. Mercedes folgt damit einem Muster, das sich auch bei anderen OEMs zeigt: Die Auswahl des Cloud-Partners orientiert sich zunehmend an der jeweiligen Domäne und den dafür benötigten Technologien.
Bosch Mobility baut sein Cloud-Ökosystem ebenfalls weiter aus. Im Juli 2026 vereinbarte der Unternehmensbereich ein Memorandum of Understanding mit Schwarz Digits. Über die Stackit-Plattform sollen unter anderem Daten- und Cloud-Services sowie Anwendungen für das digitale Engineering unterstützt werden. Welche konkreten Mobilitätslösungen künftig auf der Plattform laufen, wurde zu diesem Zeitpunkt noch geprüft.
Die Kooperation ergänzt bereits bestehende Cloud-Ansätze. Bosch Mobility verfolgt nach eigenen Angaben eine breit aufgestellte Strategie für Daten- und Cloud-Services und setzt je nach Anwendungsgebiet auf unterschiedliche Infrastrukturen und Partner. Stackit soll damit eine weitere Option für Engineering- und Mobilitätsanwendungen werden.
BMW bringt hunderte Legacy-Anwendungen in die Cloud
Wie stark Cloud Computing auch die klassische Unternehmens-IT verändert, zeigt ein Projekt von BMW und AWS, das für den diesjährigen automotiveIT IT Team Award in der Kategorie Ecosystem Excellence nominiert ist. BMW will mehr als 370 geschäftskritische Legacy-Anwendungen bis 2028 auf neue Cloud-Architekturen migrieren. Seit 2025 arbeiten BMW und AWS dafür an einem industrialisierten Ansatz zur Modernisierung der Mainframe-Landschaft.
Im Mittelpunkt stehen Agentic AI und ein sogenanntes Factory-Modell. Business Rules werden automatisiert aus Altsystemen extrahiert, bestehender COBOL- und PL/1-Code wird nach Java überführt und Tests werden KI-gestützt erstellt. Nach Angaben des Projektteams ließ sich die Testerstellung dadurch um 75 Prozent beschleunigen. Gleichzeitig stieg die Testabdeckung von 20 auf 80 Prozent.
Renault verknüpft digitale Zwillinge, Daten und Cloud
Datenströme verlaufen künftig nicht mehr ausschließlich in Richtung zentraler Cloud, sondern werden entlang verteilter Edge-Infrastrukturen verarbeitet. Die Architektur dahinter entscheidet darüber, wie skalierbar, performant und resilient vernetzte Mobilitätsdienste künftig betrieben werden können.Adobe Stock / WrightStudio
Bei Renault ist Cloud Computing eng mit Datenplattformen und digitalen Zwillingen verbunden. CDIO Frédéric Vincent erklärte in einem Interview von Anfang 2025, dass der Konzern digitale Abbilder kompletter Wertströme nutzt. Damit lassen sich beispielsweise Auswirkungen von Veränderungen in Produktion, Lieferketten oder Kosten simulieren. Daten aus den Werken sowie aus Inbound- und Outbound-Logistik fließen dafür in die Cloud.
Eine zentrale Rolle spielt dabei Google. Laut Vincent sollen die digitalen Zwillinge in der Cloud verfügbar sein und mit KI-Funktionen des Partners kombiniert werden. Renault verlagert zugleich Daten aus eigenen Rechenzentren in die Cloud, um sie einfacher skalieren und für Analysen, Simulationen und KI-Anwendungen nutzen zu können.
Forvia setzt auf SaaS und Cloud-to-Edge
Forvia verfolgt beim Umbau seiner IT-Landschaft einen weitreichenden Cloud-Ansatz. CDIO Raphaël Viard erklärte in einem Interview mit automotiveIT, dass sich nahezu alle großen Anwendungen des Zulieferers in Richtung Software-as-a-Service bewegen. Beim CRM setzt Forvia auf Salesforce, beim Programmmanagement auf Planisware und bei SAP auf den Weg in Richtung SAP Rise. Gleichzeitig soll die Abhängigkeit von eigenen Rechenzentren schrittweise sinken.
Auch in der Fertigung soll die Cloud eine größere Rolle spielen. Viard sieht Potenzial für ein Cloud-to-Edge-MES, das als übergreifender „Control Tower“ mehrere Werke verbinden könnte. Für das China-Geschäft baut Forvia zudem eine Cloud auf Alibaba auf. Der Zulieferer verfolgt damit unterschiedliche Cloud-Ansätze für Unternehmens-IT, Produktion und regionale Anforderungen.
ERP-Transformation bei ZF und Aumovio
Bei ZF bildet die Cloud einen wichtigen Baustein der laufenden ERP-Transformation. CIO Thomas Buck erklärte, dass der Konzern weltweit rund 100 ERP-Systeme betreibt. ZF änderte deshalb die ursprünglich geplante Reihenfolge der Transformation. Zunächst sollen sämtliche Systeme, einschließlich älterer Anwendungen, auf die SAP-Rise-Plattform in die Cloud gehoben werden. Die eigentliche Migration auf S/4Hana kann anschließend auf einer gemeinsamen technischen Basis erfolgen. Buck begründete diesen Ansatz unter anderem mit besseren infrastrukturellen Möglichkeiten und zusätzlichen Werkzeugen in der Cloud. Die Migration wird damit Teil einer umfassenderen Konsolidierung der historisch gewachsenen IT-Landschaft.
Auch Aumovio verbindet die Erneuerung seiner ERP-Landschaft mit einer Cloud-Strategie. Der Zulieferer vereinbarte Ende 2025 eine langfristige Partnerschaft mit SAP und will seine SAP-Systeme auf SAP Cloud ERP Private migrieren. CIO Thorsten Pache bezeichnete die unternehmerische Eigenständigkeit von Aumovio als Gelegenheit, das IT-Setup grundlegend neu aufzubauen. Die neue Plattform soll Geschäftsanwendungen stärker vereinheitlichen und helfen, Updates sowie neue KI-Funktionen schneller im Unternehmen bereitzustellen.
Der Blick auf die Projekte zeigt, wo Cloud Computing in der Autoindustrie heute besonders stark verankert ist: in der Unternehmens-IT und bei ERP-Systemen, in der Software- und Fahrzeugentwicklung, in Produktion und Logistik sowie bei Datenplattformen, digitalen Zwillingen und KI. Hinzu kommen Connected-Car-Dienste und OTA-Funktionen, bei denen skalierbare Cloud-Backends die Verbindung zum Fahrzeug herstellen. Volkswagen und Mercedes verteilen diese Aufgaben auf mehrere spezialisierte Partner, BMW, ZF und Aumovio nutzen die Cloud auch zur Modernisierung gewachsener IT-Landschaften. Renault und Forvia zeigen wiederum, wie eng Cloud, Daten, KI und industrielle Prozesse inzwischen zusammenrücken. Die Automotive Cloud ist damit weniger eine einzelne Plattform als eine technische Ebene, die sich durch immer mehr Bereiche der automobilen Wertschöpfung zieht.